Borkenkäfer vs. Fichten

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vom Borkenkäfer geschädigte Fichten

Die Fichte, im Harz ursprünglich gar nicht heimisch, wurde hier verstärkt angepflanzt, weil sie vergleichsweise schnell wächst. Grund war der Wille, die Harzwälder zügig wieder aufzuforsten, denn der Bergbau verbrauchte mehr Holz, als vor Ort nachwachsen konnte. So waren im 18. und 19. Jahrhundert große Flächen des Oberharzes waldfrei, und man pflanzte Fichten - meist nur Fichten. Doch dieser Baum hat einen großen Feind - den Borkenkäfer. Für diesen brachen paradiesische Zustände an, und er frißt sich bis heute ungebremst durch die Harzer Fichtenwälder. Das Ergebnis sehen Sie auf dem Bild - wie hier nahe des Schalkegipfels sind die meisten Fichtenbestände inzwischen stark geschädigt oder ganz vernichtet. Man muß kein Prophet sein, um vorherzusagen, was mit den verbliebenen Bäumen beim nächsten Orkan passiert. Also suchen Sie nicht nach ihnen, wenn Sie zum Gipfel der Schalke hinaufwandern.

Statt der Fichten wird übrigens heute im Harz wieder der ursprüngliche Mischwald angepflanzt. Diese Bäume brauchen aber sehr viel Zeit zum wachsen, so daß auch in den nächsten Jahren noch viele kahle Stellen im Wald zu finden sein werden.

 


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Weitere Informationen:
Die Schalke | Bilder von der Schalke

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