Die Einetalbahn

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Am Ende des 19. Jahrhunderts gab es erstmals Planungen für eine den Unterharz erschließende Bahnlinie von Aschersleben durch das Einetal bis nach Harzgerode. Die Ausführung sollte als Schmalspurbahn mit 1000-Millimeter-Gleis entsprechend den anderen Harzer Schmalspurbahnen erfolgen. Im Verlauf der folgenden Jahre wurde die projektierte Route mehrfach leicht verändert. Sie sollte u.a. die Orte Alterode, Ritzgerode und Königerode berühren.

In Harzgerode wäre den Reisenden ein Übergang zur Selketalbahn möglich gewesen, womit alle Ziele entlang dieser Bahnlinie, aber auch der Harzquerbahn, der Brockenbahn und der Südharzeisenbahn hätten erreicht werden können. Bei Ritzgerode bestand außerdem die Möglichkeit, eine Stichbahn zum Bahnhof Friesdorf der normalspurigen Wipperliese zu bauen und somit eine - wenn auch nicht durchgehende - Bahnverbindung in den südöstlichen Unterharz und in das Mansfelder Land zu schaffen.

Der Baubeginn der Einetalbahn verzögerte sich immer wieder. Um 1929 bewilligte zwar der Rat der Stadt Aschersleben 400.000 Reichsmark zum Bau der Trasse, doch die Anlieger konnten sich in vielen Punkten nicht einig werden. Die Projektrealisierung wurde dadurch stets aufs Neue in die Zukunft verschoben.

Der Zweite Weltkrieg beendete alle diesbezüglichen Planungen. Mit dem Bau der Bahnlinie wurde nie begonnen. In der Nachkriegsära war das historische Zeitfenster zur Errichtung einer derartigen Bahntrasse bereits geschlossen.

Die Idee der Einetalbahn geriet in der Folgezeit in Vergessenheit und ist heute auch vielen Bewohnern der Region nicht mehr bekannt. Was blieb, sind Fragmente in alten Dokumenten über die nicht immer zielführenden und wechselhaften Pläne jener Zeit.

 


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Weitere Informationen:
Eisenbahnen im Harz | Die Harzer Schmalspurbahnen | Die Wipperliese | Die Eine | Aschersleben | Harzgerode

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