Der Tanner Kuhball

Anzeige:

Am Sonntag vor Himmelfahrt findet im Harz traditionell der erste Viehaustrieb nach dem Ende des Winters statt. Dieses bedeutende Ereignis wurde einst vielerorts im Rahmen volksfestähnlicher Feierlichkeiten begangen. In einigen Harzorten ist das überlieferte Brauchtum bis heute lebendig geblieben.

Nach alter Tradition wird dieser Tag besonders im Harzort Tanne gefeiert. Der "Kuhball" beginnt mit einem großen Festumzug der Hirten mit den zum Auftrieb auf die Bergwiesen auserkorenen Kühen. Oftmals handelt es sich bei diesen Tieren um das berühmte Harzer "Rotvieh". Hirten und Kühe werden dabei von hunderten Schaulustigen begleitet.

An dem im Jahre 1958 errichteten Hirtendenkmal macht der Umzug eine Pause. Diese bietet eine gute Gelegenheit für Einheimische und Gäste, ein paar Erinnerungsfotos zu schießen. Im Anschluß daran ziehen Menschen und Kühe weiter bis zum Festplatz. Dort gibt es dann ein abwechslungsreiches Volksfest mit Folkloreprogramm, Präsentation der ortsansässigen Vereine und zahlreichen Möglichkeiten, Speisen und Getränke zu sich zu nehmen.

Am Umzug nehmen bis zu 300 Kühe teil. Das Fest folgt dem oben genannten Schema seit dem Jahre 1993. In den Jahren zuvor war der Kuhball vorwiegend eine Tanzveranstaltung in einem Saal, was auch am Namen noch unschwer erkennbar ist. Außer in Tanne wird ein Kuhball in ähnlicher Form auch im Ort Schierke unterhalb des Brockens begangen.

 


Anzeige:

Weitere Informationen:
Tanne | Das Hirtendenkmal

HomeInhaltsverzeichnisImpressum