Das Naturdenkmal "Dicke Tannen"

Bei den Dicken Tannen  
Wanderweg im Naturdenkmal "Dicke Tannen"  
Südwestlich von Hohegeiß befindet sich im Wolfsbachtal das Naturdenkmal "Dicke Tannen". Es besteht aus einem mehrere Hektar großen Mischwald mit einem uralten Fichtenbestand. Der Volksmund nennt diese Bäume auch "Rottannen", wodurch das Waldgebiet seinen etwas irreführenden Namen erhielt. Die Fichten innerhalb des Naturdenkmals sind bis zu 400 Jahre alt und teilweise über 50 Meter hoch. Bei einem Stammdurchmesser von rund 1,50 Meter enthält ein einzelner ausgewachsener Baum mehr als 35 m³ Holz. Um die "Dicken Tannen" herum stehen noch zahlreiche andere Baumarten wie z.B. Ahorn, Buchen, Eschen und Ulmen. Alle diese Bäume sind ebenfalls sehr alt, aber nicht so hoch wie die Fichten.

Die Fichte ist eine im Harz eigentlich nicht heimische Baumart. Sie wurde in der Vergangenheit wegen ihres schnellen Wachstums großflächig in Monokultur angepflanzt. Dies kam den Bedürfnissen des Bergbaus und der erzverarbeitenden Industrie entgegen, denn diese Wirtschaftszweige hatten einen sehr hohen Bedarf an Brennholz und Baumaterial.

Bei den Fichten am Südufer des Wolfsbaches bei Hohegeiß handelt es sich im Gegensatz zu den Monokulturpflanzen um einige der wenigen autochtonen Exemplare im Harz. Durch ihre Einbettung in einen artenreichen Mischwald leiden sie nicht unter dem massiven Schädlingsbefall wie ihre Artgenossen an vielen anderen Stellen, sondern sterben eines natürlichen Todes. Alle abgestorbenen Bäume verbleiben innerhalb des Naturdenkmalgebietes und versperren nach ihrem Umstürzen auch schon mal so manchen Wanderweg. Teilweise werden die abgestorbenen Baumriesen gefällt, um die von ihnen ausgehende Gefahr zu verringern. Das Waldgebiet am Wolfsbach hat auf diese Weise im Laufe der Zeit den Charakter eines Urwaldes angenommen.

weitere Informationen:
Bild eines toten Baumriesens | Hohegeiß | Der Wolfsbach

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Zorge



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