Der Wasserwanderweg Polsterthal

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An der oberen Kunstradstube
Die eindrucksvollen Mauerreste der oberen Kunstradstube
Der Wasserwanderweg "Polsterthal" beginnt am Karl-Reinecke-Platz unterhalb des ehemaligen Polsterberger Hubhauses und endet am Parkplatz am Ausgang des Polstertales, welcher an der durch das Hellertal von Altenau nach Clausthal-Zellerfeld führenden Landstraße liegt. Auf der rund 1800 Meter langen Wegstrecke kommen Sie an zahlreichen Relikten der historischen Oberharzer Wasserwirtschaft vorbei. Ein Teil dieser Anlagen diente einst der Energieversorgung der "Polsterberger Hubkunst", andere sorgten für den Antrieb der Pochwerke, in welchen das in den Bergwerken geförderte Erz zur Weiterverarbeitung in den Schmelzhütten aufbereitetet wurde.

Auf dem Wasserwanderweg Polsterthal überqueren Sie den um das Jahr 1800 angelegten Fortuner Graben. Dieser beförderte aus dem weiter westwärts gelegenen Fortuner Teich das für die Kunsträder im Polstertal notwendige Aufschlagwasser heran.

Sie sehen weiterhin die gut erhaltenen Reste der oberen Radstube. In ihr befand sich einstmals ein hölzernes Kunstrad mit einem Durchmesser von rund 10 Metern. Mittels einer Kurbel an diesem Wasserrad versetzte dieses ein etwa 262 Meter langes Feldgestänge in Bewegung. Dieses trieb wiederum die ebenfalls aus Holz gefertigten Pumpen im Hubhaus an.

Weiter unten im Tal war seinerzeit noch ein zweites großes Wasserrad installiert. Es erhielt sein Aufschlagwasser von dem genannten oberen Rad sowie aus dem Oberen Hellertaler Graben. Von hier übertrug ein Feldgestänge mit einer Länge von ca. 531 Metern die erzeugte Bewegungsenergie den Berg hinauf zum Polsterberger Hubhaus.

Nach der Erfindung des Drahtseils durch Bergrat Albert im Jahre 1834 ersetzte man die uneffizienten Holzkonstruktionen durch entsprechende Seilzüge. Vom Oberharz aus trat das Stahlseil anschließend seinen Siegeszug rund um die Welt an und ist heute aus dem Alltag der Menschen nicht mehr wegzudenken.

Weitere Stationen auf dem Wasserwanderweg sind der Polstertaler Teich sowie die Standorte von vier ehemaligen Pochwerken. Unterwegs erwarten den Wanderer eine große Anzahl an Informationstafeln und -schildern. Diese vermitteln interessantes Hintergrundwissen zu all diesen einst den ergiebigen Bergwerken des Burgstätter Zuges bei Clausthal dienenden wasserwirtschaftlichen Anlagen.

 


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Weitere Informationen:
Die Polsterberger Hubkunst | Der Karl-Reinecke-Platz | Der Polstertaler Teich | Der Fortuner Teich | Modell: Kunstrad mit Feldgestänge und Hubeinrichtung | WasserWanderWege im Oberharz | Der Burgstätter Zug

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