Haldenaufstieg auf die "Hohe Linde" - Bergbautechnische Relikte auf dem Weg zum Gipfel

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Bergbautechnische Relikte auf dem Weg zum Gipfel

Oh, moderne Kunst auf der "Hohen Linde"?
Mitnichten!

Dieses komplex strukturierte Objekt aus sichtbar wenig edlem Metall sieht zwar manchem im urbanen Raum präsentierten Kunstwerk staatstragender Kulturschaffender, welches dem Steuerzahler nicht nur lieb, sondern auch teuer geworden ist, gar nicht so unähnlich, dennoch wurde es nicht zur Erbauung studierter Häupter an diesen Standort verbracht. Das bedeutet aber noch lange nicht, daß die durch diverse Krafteinwirkungen deformierten Stahlteile keine interessanten Geschichten erzählen könnten. Zwar erreichen diese vermutlich kein intellektuelles Höchstniveau, sind dafür aber umso authentischer.

Bei der vom Rost gekennzeichneten Metallkonstrution handelt es sich schließlich um ein Stück Bergbau- und Technikgeschichte, genauer um Reste der Verankerung der ehemaligen Höhenförderanlage. Und ohne diese gäbe es die spitzkegelige Halde "Hohe Linde" nicht, und damit auch keine Haldenaufstiege an diesem Ort. Sie könnten dann gleich wieder nach Hause gehen bzw. hätten sich wahrscheinlich erst gar nicht die Mühe gemacht, zu diesem Platz nördlich von Sangerhausen zu gelangen.

Beim Weg auf den Gipfel der Halde liegt es nahe, sich Gedanken um die Entstehung des künstlichen Berges hinzugeben. Wieviel Blut, Schweiß und Tränen waren wohl notwendig, um ihn zu errichten? Behandeln Sie die technischen Hinterlassenschaften mit Respekt. Und vergessen Sie nicht, daß das Stahlgebilde auch eine Unfallquelle mit nicht zu unterschätzender Verletzungsgefahr darstellt. Nicht umsonst unterschreiben Sie vor dem Haldenaufstieg, daß Sie den Weg zum Gipfel auf eigene Gefahr begehen. Einen der zahlreichen Gründe hierfür sehen Sie auf dem Bild.

 


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Weitere Informationen:
Die Spitzkegelhalde "Hohe Linde" bei Sangerhausen | Haldenaufstiege im Mansfelder Land | Bilder vom Aufstieg auf die Abraumhalde "Hohe Linde"

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