Der Kreuzstein bei Timmenrode

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Der Kreuzstein bei Timmenrode

Nahe des Gewerbegebietes "Thale Nord" steht direkt an der Landstraße zwischen Timmenrode und Thale - an der ehemaligen Grenze zwischen braunschweigischem und preußischem Gebiet - ein mittelalterlicher Kreuzstein. Er ist etwa 70 Zentimeter hoch und wird von Forschern in das 15. Jahrhundert datiert. Der wenig bearbeitete Stein besteht aus Sandstein und zeigt auf der Vorderseite ein leicht erhabenes, mit schwarzer Farbe angemaltes Tatzenkreuz.

Dieses heutige Erscheinungsbild entspricht aber nicht der ursprünglichen Farbgebung. Der gesamte Stein war ungefähr bis kurz nach der Jahrtausendwende rot angestrichen und das Kreuz in Weiß gehalten - ähnlich einem Johanniterkreuz.

Angeblich steht der Kreuzstein zum Gedenken an den an diesem Ort in der Schlacht bei Warnstedt am 21. Februar 1113 verwundeten Pfalzgrafen Siegfried bei Rhein, welcher am 9. März des gleichen Jahres seinen Verletzungen erlag. In dieser Schlacht kämpften Verbündete der abtrünnigen sächsischen Fürsten gegen kaisertreue Truppen unter Hoyer von Mansfeld.

Es läßt sich heute aber nicht mehr nachweisen, ob dem Kreuzstein bei Timmenrode tatsächlich die Erinnerung an den getöteten Pfalzgrafen zugedacht war. Sonderbar ist weiterhin, daß der Stein erst gut dreihundert Jahre nach diesem Ereignis aufgestellt worden sein soll. Möglicherweise besaß der Kreuzstein einst eine ganz andere Bedeutung.

Neben dem Kreuzstein steht außerdem eine Hinweistafel. Deren Text können Sie getrost ignorieren, denn dieser besticht hauptsächlich durch inhaltliche und orthographische Fehler.

 


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Weitere Informationen:
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