Gedenkstein für die Vertriebenen aus Niederschlesien

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Gedenkstein für die Vertriebenen aus Niederschlesien
In Niederschlesien fand nach dem Zweiten Weltkrieg ein beinahe vollständiger Bevölkerungsaustausch statt. Die ethnische Säuberung ab 1945 war sehr gründlich: Lag der Anteil der Deutschen an der Gesamtbevölkerung Niederschlesiens vor dem Krieg noch über 99 Prozent, so gibt es heute in weiten Teilen dieser Region kaum noch Menschen mit deutschen Wurzeln.

Fast alle Deutschstämmigen mußten ab 1945 das Gebiet verlassen, wenn sie nicht bereits kurz vor Kriegsende vor der sich nähernden Roten Armee geflohen waren. Doch auch die Flucht war geprägt von zahllosen Tragödien. So sollen allein bei dem Vernichtungsangriff auf das mit schlesischen Flüchtlingen überfüllte Dresden im Februar 1945 mehr als 10.000 Menschen aus dieser Region den Tod in den Flammen gefunden haben.

Insgesamt starben bei Flucht und Vertreibung rund 400.000 schlesische Zivilisten - also mehr als 10 Prozent der Gesamtbevölkerung dieser Provinz. Alle anderen konnten außer ihrem Leben meist nur einige wenige Habseligkeiten retten. Ein kleiner Teil der vertriebenen Schlesier fand im Harzgebiet eine neue Heimat.

Der Gedenkstein am Kreuz des Deutschen Ostens bei Bad Harzburg hält die Erinnerung an das Leiden der Menschen aus Niederschlesien wach und stellt eine Mahnung für die heutige Generation dar, alles zu tun, um derartige Tragödien in Zukunft zu verhindern. Möge es gelingen, die neuen Kriegstreiber hinter ihrer ach so guten und humanen Maske rechtzeitig zu enttarnen und zu stoppen.

 


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Weitere Informationen:
Bilder vom Kreuz des Deutschen Ostens | Das Kreuz des Deutschen Ostens

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