Die Geschichte der Königsburg im Wandel der Zeit

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Alte Infotafel an der Burgruine

Das gesamte 20. Jahrhundert hindurch glaubte man, mit der Burgruine Königsburg einen der historisch bedeutendsten Orte des Harzes vor sich zu haben. Ausgrabungen um das Jahr 1900 schienen zu bestätigen, daß es sich bei dem Bauwerk um die Jagdpfalz Bodfeld handelte, welche zeitweise sogar als Kaiserpfalz fungiert hatte. Die Burg sollte angeblich im 10. Jahrhundert von Heinrich I. als Schutz des strategisch wichtigen Bodeübergangs einer damals bedeutenden Handelsstraße errichtet worden sein. Kaiser und Päpste gaben sich nach diesen Vorstellungen oberhalb des Zusammenflusses von Warmer und Kalter Bode die Klinke in die Hand. Die Kaiser Otto I., Otto II., Otto III., Otto IV., Heinrich II., Heinrich III. sowie Papst Viktor II. wurden dabei namentlich genannt.

Noch im Jahre 2005 verkündete die auf dem Bild ersichtliche Informationstafel diese Version der Geschichte als gesicherte Erkenntnis. Groß muß die Enttäuschung gewesen sein, als sich herausstellte, daß die Vergangenheit der kleinen Festungsanlage wohl doch ganz anders verlaufen war. Die einstige Burg Königshof ist (bis zum Beweis des Gegenteils) mindestens 2 Jahrhunderte jünger als damals angenommen - und weder ein Kaiser noch der Papst haben je den Fuß in das Bauwerk gesetzt.

Auch heute gibt es auf dem Gelände der Burgruine Königsburg eine Tafel mit Informationen zur Geschichte der Burg. Doch der Text unterscheidet sich erheblich von dem, welchen Sie auf dem obigen Bild lesen können.

 


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Weitere Informationen:
Die Burgruine Königsburg | Bilder von der Burgruine Königsburg

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