Am Goetheplatz

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Am Goetheplatz

Ungefähr 3,5 Kilometer vom Damm des Oderteiches entfernt befindet sich der Goetheplatz. Dieser kleine Platz liegt am Fuße der Hohen Klippen am Rehberger Grabenweg. Der Ort mit seiner beeindruckenden Steilwand eignet sich gut für eine kleinere Pause. Während dieser Zeit können Sie einen Blick zurück in das späte 18. Jahrhundert werfen.

Im September 1783 stand Johann Wolfgang von Goethe in seiner Eigenschaft als Hobbygeologe an eben dieser Stelle. Das Vorkommen von Kontaktgestein zwischen Granit und Hornfels hatte ihn hier her geführt. Was er an diesem Ort mit eigenen Augen sah, bestätigte ihn in seiner Auffassung, daß Granit ein dem Wasser entstammendes Urgestein sei und im Verlauf der Erdgeschichte von Sedimentschichten überlagert wurde.

Doch auch ein Gelehrter wie Johann Wolfgang von Goethe konnte sich irren, denn Granit ist kein Sedimentgestein, wie man damals glaubte. Vor etwa 295 Millionen Jahren stieg der Granit im Bereich des heutigen Rehberges als flüssiges Magma aus dem Erdinneren auf und erstarrte noch vor dem Erreichen der Erdoberfläche. Das heiße Material veränderte die Eigenschaften der angrenzenden Grauwacke, es entstand durch Kontaktmetamorphose ein besonders harter Hornfels.

Der geologische Aufschluß an den Hohen Klippen kann vom Goetheplatz aus betrachtet werden. Ein Betreten der von viel losem Gestein dominierten Blockhalde unterhalb der Kontaktzone ist jedoch nicht möglich.

 


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Weitere Informationen:
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