Burgörner

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Die Nikolaikirche in Burgörner
Die Nikolaikirche in Burgörner
Burgörner ist ein Stadtteil im Süden von Hettstedt. Die Siedlung blickte auf eine rund eintausendjährige Geschichte zurück, bevor sie im Jahre 1950 nach Hettstedt eingemeindet wurde.

Laut Bodenfunden ist die Gegend um Burgörner seit der Jungsteinzeit ohne Unterbrechung besiedelt. Der Begriff "Örner" war ursprünglich vermutlich eine Gebietsbezeichnung. Dieser Name wurde erstmals im Jahre 973 in einer Urkunde erwähnt.

Auf einem Bergsporn inmitten des historischen Ortskerns stehen die Reste einer mittelalterlichen Burg. Diese wurde vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut und gehörte eine Zeit lang den Grafen von Mansfeld.

Die Entwicklung der Siedlung wurde sehr stark vom Kupferschieferbergbau bestimmt. Relikte aus dieser rund 800 Jahre währenden Epoche finden sich in Burgörner noch heute zuhauf. Somit gibt es hier eine Gemeinsamkeit mit den meisten anderen Orten im Mansfelder Land.

In den 1870er Jahren entstanden nach dem Anschluß Burgörners an das Eisenbahnnetz im Norden des Ortes im Umfeld des Bahnhofes zahlreiche Produktionsstätten und neue Häuser. Diese neue Siedlung nannte man Burgörner-Neudorf. Zur Unterscheidung wird seither der alte Ortskern mit dem Burgberg als Burgörner-Altdorf bezeichnet.

Neben der normalspurigen Eisenbahn ("Kanonenbahn") wurde die Ortslage Burgörner auch vom Streckennetz der Mansfelder Bergwerksbahn durchquert. Das letzte erhaltene Teilstück des einstmals umfangreichen Werkbahnnetzes endet heute auf dem Gebiet dieses Hettstedter Stadtteils am Bahnhof Kupferkammerhütte.

Auf dem Territorium von Burgörner-Altdorf befinden sich heute u.a. das Mansfeld-Museum und das Maschinendenkmal. Ein weiteres markantes Bauwerk ist die St.-Nikolai-Kirche am Fuße des Burgberges. Dieses Gotteshaus errichtete man in den Jahren 1803 und 1804 am Standort und zum Teil auch aus dem Material eines Vorgängergebäudes. Der Kirchturm wurde erst etwa ein Jahrhundert später angebaut.

Am südlichen Siedlungsrand erhebt sich die riesige Abraumhalde des früheren Eduard-Schachtes. Sie stellt ein eindrucksvolles Relikt aus der Ära des Kupferschieferbergbaus dar. Diese von 1868 bis 1905 aufgehäufte Halde überdeckt die Reste der Mamburg, einer weiteren mittelalterlichen Burganlage auf dem Gebiet von Burgörner. Östlich des Ortes erstreckt sich eine ausgedehnte Kleinhaldenlandschaft, welche zu großen Teilen als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen ist.

 


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