Die Burgruine Arnswald

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Etwa zwei Kilometer südöstlich von Uftrungen befindet sich auf einer bewaldeten Bergkuppe etwas abseits der Wanderwege die Burgruine Arnswald. Sie wurde erstmals im Jahre 1217 in einer Urkunde des Klosters Walkenried erwähnt. Die Burg Arnswald war seinerzeit der Stammsitz des Adelsgeschlechtes derer von Arnswald, einer Seitenlinie der Hohnsteiner Grafen.

Die Festungsanlage bestand aus einer ovalen, etwa 18 mal 30 Meter großen Kernburg sowie einer unregelmäßig geformten, ungefähr 40 mal 70 Meter großen Vorburg. Kernburg und Vorburg wurden von einer Wall-Graben-Anlage umgeben. Als Material für die Mauern fand Sandstein Verwendung, welchen man mit Gipsmörtel verband.

Die Burg Arnswald wurde bereits im Spätmittelalter als Wohnstätte aufgegeben. Ende des 15. Jahrhunderts befand sie sich im Zustand des Verfalls. In unseren Tagen können Sie noch gut die Reste des umgebenden Wall-Graben-Systems erkennen. Ebenfalls die Zeiten überdauert hat der Stumpf des mächtigen Bergfriedes, welcher am höchsten Punkt der Bergkuppe steht. Dieser Turmrest hat einen Durchmesser von 9,60 Meter und seine Grundmauern sind ungefähr 2,50 Meter dick.

Der Turmstumpf ist in vergangenen Jahrhunderten von Schätzgräbern unterminiert worden. Ob sich die Suche gelohnt hat und ob seinerzeit entsprechende Nachrichten mit Anhaltspunkten über verborgene Wertgegenstände im Umlauf waren, ist nicht überliefert. Jedenfalls scheinen die Steine der Burg als Baumaterial in den umliegenden Ortschaften begehrt gewesen zu sein. Vermutlich sind dort einige von diesen noch heute in so manchem Haus zu finden. Außer dem Fragment des Bergfrieds sind in unseren Tagen auf dem Areal der Burgruine Arnswald für den Laien keinerlei Hinweise auf weitere Bauwerke zu erkennen.

 


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Weitere Informationen:
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