Die Burgruine Ilburg

Burgruine Ilburg in Ilfeld  
Mauerreste auf dem Gelände der Burgruine  
Die Ruine der Ilburg steht auf dem Burgberg, einer sich 312 Meter über den Meeresspiegel erhebenden Anhöhe im Westen der kleinen Stadt Ilfeld im Südharz. Das Festungsbauwerk entstand vermutlich in der Zeit zwischen den Jahren 1098 und 1105 im Auftrag der Grafen von Ilfeld. Als Baumaterial verwendete man den regionaltypischen und reichlich vorhandenen Porphyr sowie Gips als Putz und Mörtel.

Die Ilburg bestand aus Vorburg und Hauptburg. Ihre Gesamtanlage war bis zu 110 Meter lang und maximal 75 Meter breit. Sie wurde durch Wallanlagen und einen Wassergraben geschützt. Der Ilfelder Graf bewohnte die Ilburg nur für kurze Zeit. Bereits um das Jahr 1161 siedelte er auf die größere und komfortablere Burg Hohnstein über, welche durch Heirat in seinen Besitz gelangte.

Die nun leerstehende und nicht mehr benötigte Ilburg diente ab dem Jahre 1189 als Steinbruch für den Bau des Klosters Ilfeld. Von der einstigen Burg sind bis heute noch Reste des Bergfrieds, des Palas, diverse Burgmauern sowie Teile des Burggrabens und der Wallanlagen erhalten geblieben.

Mit dem Verfall der Burganlage begannen sich Sagen und Spukgeschichten um das betagte Gemäuer zu legen. Alte Chroniken berichten mehrfach von grausamen Ungeheuern, welchen in den Ruinen der Ilburg ihr Unwesen getrieben haben sollen. Auch ein dort wohnender Drache verbreitete angeblich Schrecken unter der Bevölkerung der umliegenden Orte.

Weitere Informationen:
Ilfeld | Der Ortsplan von Ilfeld | Die Burgruine Hohnstein | Das Kloster Ilfeld | Die Sage vom Raubgrafen Elger von der Ilburg | Übersicht - Burgen und Burgruinen im Harz | Begriffserklärungen rund um die Themen Kirchen, Kloster und Burgen

In der näheren Umgebung befinden sich:
Die Ewige Lampe | Der Ilgenborn | Die Heilwasserquelle | Der Kurpark | Der Mönch | Das Nadelöhr | Das Kupferschiefer-Schaubergwerk "Lange Wand" | Die St. Georg-Marien-Kirche | Die St.-Jacobi-Kirche | Der Tanzteich



HomeInhaltsverzeichnisImpressum • Foto: fm