Gudersleben

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Gudersleben - St. Viti
Die evangelische Kirche "St. Viti" in Gudersleben
Gudersleben liegt im südlichen Harzvorland inmitten des Südharzer Gipskarstgebietes rund vier Kilometer südöstlich von Ellrich. Den von einer sanften Hügellandschaft umgebenen Ort bewohnen etwa 250 Menschen. Am südlichen Ortsrand fließt der im Harz entspringende Fluß Wieda vorbei, dessen Wasser hier in der warmen Jahreszeit oftmals vollständig im porösen Karstgestein versickert. Das Antlitz der ruhigen Siedlung abseits der Hauptverkehrsadern wird von zahlreichen schönen Fachwerkbauten geprägt.

Die erste überlieferte schriftliche Nennung von Gudersleben datiert im Jahre 927. Damals schenkte König Heinrich I. den Ort seiner Frau Mathilde. Vermutlich existierte die Siedlung aber bereits schon im 9. Jahrhundert.

Ein markantes Bauwerk in Gudersleben ist die an zentraler Stelle auf einer Anhöhe stehende Kirche "St. Viti". Das Gebäude wurde in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts im Stil des Barock aus Bruchsteinen errichtet. Wahrscheinlich befand sich an diesem Standort zuvor ebenfalls ein Gotteshaus. Teile des Kircheninventars wie z.B. die Glocken stammen noch aus diesem vermutlich mittelalterlichen Vorgängerbau. Zu Beginn des neuen Jahrtausends erfolgte eine in mehreren Etappen vollzogene Sanierung der evangelischen Kirche "St. Viti" zu Gudersleben.

Ein steinerner Zeuge der Vergangenheit steht in Form eines Kreuzes nur wenig nördlich der letzten Häuser an einem Wegesrand. Die Jahrhunderte haben an diesem sagenumwobenen Gedenkstein deutliche Spuren hinterlassen. Angeblich wurde an seinem Standort - vermutlich in der Zeit des 30jährigen Krieges - ein Offizier begraben. Seither soll das Steinkreuz die Siedlung in Kriegszeiten vor Plünderungen bewahren. Eine andere Überlieferung behauptet, daß Martin Luther hier einst auf seinem Weg nach Walkenried eine Rast eingelegt haben soll.

In der Umgebung von Gudersleben gibt es eine Vielzahl interessanter Karstphänomene. Zu diesen gehört u.a. der rund zwei Kilometer vom Ort entfernt gelegene Igelsumpf. Dieses Gewässer stellt ein altes Schwindensystem der Wieda dar und ist außerdem ein Refugium seltener Pflanzenarten. Der nahe an Gudersleben vorbeiführende Karstwanderweg erschließt Ihnen im näheren Umfeld noch diverse weitere eigentümliche Karsterscheinungen.

 


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Weitere Informationen:
Der Karstwanderweg | Der Igelsumpf | Die Wieda

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