Reichsburg Kyffhausen - Die Unterburg

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Ruinen der Unterburg
Die Ruinen eines Wohngebäudes und der Burgkapelle
Die rund 100 Meter lange Unterburg ist der Teil der Reichsburg Kyffhausen, welcher heute am besten erhalten ist. Sie wird von einer mächtigen geschlossenen Ringmauer umgeben. An der Nordseite besitzt diese Burgmauer noch ihre Originalhöhe von 10,65 Meter. Sie befindet sich ebenso wie die anderen Ruinen auf dem Gelände der Unterburg in einem sehr guten und sanierten Zustand. Die gesamte Anlage wird durch einen in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Wehrgang in zwei Bereiche unterteilt.

Der einzige Zugang zur Unterburg ist ein einfaches Kammertor an der Westseite. Neben diesem Tor befindet sich der Stumpf eines mächtigen Bergfrieds. Vermutlich war er einst etwa 30 Meter hoch. Weitere eindrucksvolle Ruinen auf dem Gelände dieser Burganlage sind die Reste eines großen Wohngebäudes und der Burgkapelle.

Die Burgkapelle stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert. Sie besteht aus Schiff, Chor und Apsis. Als die gesamte Burg Kyffhausen bereits von starkem Verfall gekennzeichnet war, wurde die Kapelle der Unterburg im Jahre 1433 im spätgotischen Stil neu aufgebaut. Anschließend wurde sie als Wallfahrtskapelle "Zum heiligen Kreuz" geweiht und noch bis zur Reformationszeit genutzt.

Bereits in den 1930er Jahren gab es umfangreiche Ausgrabungen auf dem Gelände der Unterburg. Dabei wurde u.a. der hier bis zu einer Dicke von zwei Metern abgelagerte Schutt des mittelalterlichen Mühlsteinbruchs der Mittelburg beseitigt. Im letzten Jahrzehnt vor der Jahrtausendwende erfolgte dann eine aufwändige und umfassende Sanierung der Ruinenanlage.

 


Mehr Informationen zur Reichsburg Kyffhausen:
Die Reichsburg Kyffhausen - allgemeines | Die Oberburg | Die Mittelburg | Bilder von der Burgruine Kyffhausen und dem Kyffhäuser-Denkmal

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Weitere Informationen:
Das Kyffhäusergebirge | Das Kyffhäuser-Denkmal

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