Das Mansfeld-Museum

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Das Mansfeld-Museum in Hettstedt
Auf dem Freigelände des Mansfeld-Museums stehen zahlreiche technische Ausstellungsstücke.
Das Mansfeld-Museum in Hettstedt ist ein spezielles Heimatkundemuseum, welches seinen Schwerpunkt auf die historische Technik des Kupferschieferbergbaus und der erzverarbeitenden Industrie der Region legt. Es befindet sich in einem kleinen Barockschloß im Hettstedter Stadtteil Burgörner-Altdorf rund zwei Kilometer südlich des Stadtzentrums. Dieses repräsentative Gebäude wurde einige Jahre lang von Wilhelm von Humboldt bewohnt, weshalb es auch "Humboldtschlößchen" genannt wird.

Das Mansfeld-Museum gewährt Ihnen anhand zahlreicher originaler Utensilien einen Einblick in die alltägliche Arbeit der Bergleute im Mansfelder Revier. Es zeigt die Entwicklung der verwendeten Technik zum Abbau und zur Verarbeitung der Erze im Verlauf mehrerer Jahrhunderte. Das Museum beherbergt außerdem eine Sammlung von Mineralien und Fossilien und präsentiert aus Mansfelder Silber geprägte Ausbeutemünzen. Auf einem großen Freigelände stehen zahlreiche technische Ausstellungsstücke, welche einst der Erzgewinnung und -verhüttung sowie der Weiterverarbeitung des Kupfers zu sog. "Halbzeugen" dienten.

Darüber hinaus gibt es im Mansfeld-Museum umfangreiche Archivbestände mit historischen Akten der Bergbaubetriebe, eine Vielzahl an Grundrissen der Erzgruben seit dem späten 17. Jahrhundert sowie unzählige technische Zeichnungen. Zum Museum gehören obendrein eine Bibliothek und wertvolle Foto- und Filmdokumente - die ältesten davon stammen vom Ende des 19. Jahrhunderts.

Die bedeutendste Attraktion des Mansfeld-Museums in Hettstedt ist ein originalgetreuer Nachbau der ersten in Deutschland hergestellten Dampfmaschine nach Wattscher Bauart. Diese Kopie wurde anläßlich des 200jährigen Einsatzjubiläums dieser Maschine im Jahre 1985 unter Einsatz von Herstellungsverfahren des späten 18. Jahrhunderts erschaffen. Damit bildete sie die Keimzelle des heutigen Museums, welches im September 1989 eröffnet wurde.

Eine weitere Besonderheit beim Museumsbesuch stellt die Möglichkeit der Besichtigung eines benachbarten, rund 100 Meter tiefen Lichtloches dar. Dieses "Lichtloch 24" entstand im Jahre 1852 beim Bau des Schlüsselstollens, welcher die Siedlung Burgörner mit Trinkwasser versorgte. Das Lichtloch dient heute als Wetterschacht und ist damit einer der letzten seiner Art im Mansfelder Revier.

 


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