Die Stadtmauer von Sangerhausen

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Stadtmauer in Sangerhausen
Der Weg entlang der Stadtmauer unweit des Husarenpförtchens
Während des Mittelalters gab es viele unruhige Zeitabschnitte. Soweit es ihnen möglich war, suchten die Menschen daher Schutz hinter massiven Befestigungsanlagen. In der Mitte des 13. Jahrhunderts hatte die Stadt Sangerhausen eine Größe und wirtschaftliche Bedeutung erlangt, welche den Bau von steinernen Schutzmauern sowohl notwendig als auch finanzierbar machten.

Die erste urkundliche Erwähnung der Stadtmauer von Sangerhausen datiert aus der Zeit um das Jahr 1260. Das Schutzbauwerk war rund vier Meter hoch und umschloß den historischen Stadtkern südlich des Flusses Gonna.

Die Befestigungsanlagen wurden durch 24 Türme gesichert. Drei Viertel von diesen waren zur Stadtseite hin offen und hatten einen rechteckigen oder halbkreisförmigen Grundriß. Derartige Mauertürme baute man seinerzeit auch in zahlreichen anderen Städten der Harzregion. Die wehrhafte Stadtmauer konnte aber nicht verhindern, daß Sangerhausen im Dreißigjährigen Krieg mehrfach von fremden Truppen besetzt und geplündert wurde.

Im 19. Jahrhundert hatte die mittelalterliche Stadtbefestigungsanlage längst ihre einstige Funktion eingebüßt. Dem Wachstum der Stadt war sie nun hinderlich. Aus diesem Grund wurde die Mauer in den 1820er und 1830er Jahren bis auf wenige Reste abgetragen. Ebenso erging es allen Stadttoren und den meisten Türmen.

In unseren Tagen sind nur noch einige Fragmente des massiven Bollwerks vorhanden. Diese befinden sich vor allem im Süden der historischen Altstadt - u.a. in der Kylischen Straße, der Straße Hinter dem Harz sowie im Bereich des Alten Schlosses, welches einst selbst Bestandteil der Stadtbefestigungsanlagen von Sangerhausen war.

 


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Weitere Informationen:
Sangerhausen | Das Alte Schloß | Das historische Rathaus | Der 30jährige Krieg | Der Stadtplan von Sangerhausen

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