Die St.-Georg-Kirche in Mansfeld

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Die St.-Georg-Kirche in Mansfeld
Blick auf die Mansfelder St.-Georg-Kirche - im Vordergrund ist das Junghuhn-Denkmal zu sehen.
Mitten im historischen Kern der Stadt Mansfeld befindet sich die mächtige St.-Georg-Kirche. Die Anfänge des Gotteshauses reichen bis in das 12. bzw. 13. Jahrhundert zurück. Auf den Grundmauern eines romanischen Vorgängerbaus wurde die heutige einschiffige Hallenkirche mit kreuzförmigem Grundriß in den Jahren von 1497 bis 1518 im Stil der Spätgotik errichtet.

Dieses dem Heiligen Georg geweihte Gotteshaus war auch die Heimatkirche Martin Luthers. Er lernte in seiner Kindheit noch das romanische Bauwerk kennen und als Erwachsener die heutige Kirche. Während des 16. Jahrhunderts wurde das Gebäude auch als Begräbnisstätte für die Mansfelder Grafen genutzt. Noch in unseren Tagen sind zahlreiche entsprechende Grabdenkmäler aus jener Zeit vorhanden.

Im Inneren befindet sich eine reichhaltige und kulturhistorisch bedeutsame Ausstattung. Sie sehen hier u.a. den Hauptaltar mit einer Darstellung der Kreuzigung Christi aus der Zeit um 1510-1515, einen weiteren Altar mit der Darstellung der Geburt Christ um 1510-1520 sowie einen dritten Altar mit der Marienkrönung. Bei diesem handelt es sich vermutlich um eine Stiftung aus dem Jahre 1492. Des Weiteren gibt es einen um 1520 aufgestellten spätgotischen Taufstein und die um 1620 eingebaute Kanzel mit der Figur des Heiligen Georg zu besichtigen. Ein Bildnis aus der Mitte des 16. Jahrhunderts zeigt das einzige Ganzportrait des Reformators Martin Luther.

Im Jahre 1616 fanden erste Sanierungsarbeiten an dem Gotteshaus statt. Der Einbau der Orgel erfolgte erst relativ spät im Jahre 1848. Von 1929 bis 1930 wurden der Glockenturm und das Kirchendach restauriert sowie die Orgel umgebaut. Auch in der Gegenwart sind diverse Arbeiten zur Sanierung der Bausubstanz im Gange.

Seit dem Jahre 2008 ist die St.-Georg-Kirche in Mansfeld eine von 40 Stationen auf dem 410 Kilometer langen Lutherweg, welcher anläßlich des 500. Jahrestages der Reformation quer durch Sachsen-Anhalt den Spuren Martin Luthers folgt. Nach Voranmeldung sind fachkundige Führungen durch das Gotteshaus möglich. Im Sommerhalbjahr kann das Bauwerk von Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr aber auch ganz individuell erkundet werden.

 


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Weitere Informationen:
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