Die Burg Gatersleben

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Die ursprünglich romanische Burganlage befindet sich im Norden des heutigen Ortes Gatersleben in der Selkeaue unweit des Flusses. Vermutlich im 9. Jahrhundert errichteten die Herren von Gatersleben dieses Festungsbauwerk. Als Verteidigungsanlagen waren Wassergraben und Wälle vorgelagert.

Zeitweilig befand sich die Burg Gatersleben im Besitz der Bischöfe aus dem nahen Halberstadt. Diese hielten in der Burg ihre Sommersynoden ab.

Als Lehnsherren residierten im Mittelalter die Ritter von Gatersleben. Nach dem Aussterben dieses Adelsgeschlechtes im 14. Jahrhundert erfolgte ein mehrmaliger Besitzerwechsel. Im Jahre 1358 wurde die Burg bei Kämpfen stark beschädigt und in den Folgejahren wieder aufgebaut.

Die Burganlage erlebte im Verlauf der Jahrhunderte noch eine Vielzahl weiterer Um- und Ausbauten. So wurde sie z.B. im 12. Jahrhundert um ein Kastell erweitert und im 13. Jahrhundert der Rittersaal erbaut. In der Mitte des 15. Jahrhunderts erhielten die Burgmauern Schießscharten. Ende des 17. Jahrhunderts entstand das Dach in seiner heutiger Form. Um das Jahr 1860 wurde ein Herrenhaus auf dem Burggelände erbaut.

In unseren Tagen sind u.a. noch der Wohnturm aus der Epoche der Romanik, das spätgotische Wohngebäude, die Grundmauern des Kastells und Reste der Verteidigungsanlagen erhalten. Das gesamte Burgareal steht außerdem seit den 1980er Jahren als Bodendenkmal unter Schutz.

 


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Weitere Informationen:
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