Das Helsunger Bruch

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Im Helsunger Bruch
Landschaft im Helsunger Bruch
Das Helsunger Bruch ist ein mehrere Quadratkilometer umfassendes tiefliegendes Feuchtgebiet im nördlichen Harzvorland. Es befindet sich zwischen Blankenburg, Westerhausen und der Teufelsmauer und wird vom Zapfenbach durchflossen. Seinen Namen erhielt das unter dem Höhenniveau der Umgebung liegende Areal nach der kleinen, nördlich des Hamburger Wappens gelegenen Siedlung Helsungen.

Das Helsunger Bruch wird von kleinen Gewässern, Wiesen und Baumreihen entlang von Wegen sowie winzigen Waldinseln geprägt. Auf Grund der weitestgehenden Abwesenheit des Menschen in diesem Gebiet stellt dieses einen Rückzugsraum für eine Vielzahl von Wildtieren dar. Die reichlich vorhandene Feuchtigkeit sorgt außerdem für ein besonderes Mikroklima. Nicht selten hängen dichte Nebelschwaden über dem gesamten Areal.

Nach der letzten Eiszeit begann hier begünstigt durch reichlich vorhandenes Grundwasser aus dem südlich der Teufelsmauer versickernden Wasser des Kleinen Jordan die Ausbildung eines Kalkflachmoores. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgte im Helsunger Bruch der Abbau von Torf. Seit den 1940er Jahren dient es der Torfgewinnung als Heilmittel für die Blankenburger Teufelsbadklinik.

In den 1960er Jahren gegann man ebenso wie in vielen anderen Sumpf- und Feuchtgebieten in der DDR auch im Helsunger Bruch mit der Entwässerung des Moores, um es anschließend landwirtschaftlich nutzen zu können. Dabei wurden zahlreiche in den Zapfenbach entwässernde Gräben gezogen, welche den Wasserhaushalt des Gebietes bis heute beeinflussen. Durch diese sog. Meliorationsmaßnahmen erfolgte eine teilweise Zerstörung des Moorkörpers.

Die fast sechs Hektar große Hammelwiese steht als kleiner Teil des Helsunger Bruches seit dem Jahre 1967 unter Naturschutz. In unseren Tagen werden insgesamt 20 Hektar als FFH-Gebiet geschützt. Dieses Areal umfaßt das erhaltene Restmoor mit seinen typischen seltenen Pflanzenarten.

Abgesehen von der Landstraße, welche die Siedlung Helsungen mit dem übrigen Straßennetz verbindet und das Feuchtgebiet nur am Rande streift, gibt es auf dem Areal des Helsunger Bruches keine öffentlichen Straßen. Sie können die Moorlandschaft lediglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf einigen wenigen Wegen erkunden.

 


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Weitere Informationen:
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