Die Königspfalz in Pöhlde

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Die Königspfalz in Pöhlde war eines der frühen Machtzentren im Ostfrankenreich, welches später das "Deutsche" genannt werden sollte. Im Jahre 922 besuchte König Heinrich I. erstmals diese vermutlich erst kurz zuvor errichtete Pfalz. Der Standort der Königspfalz befand sich nahe der heutigen Johannes-Servatius-Kirche in Pöhlde. Sie bezog zunächst ältere fränkische Bauwerke mit ein, welche später ersetzt oder ergänzt wurden. Unweit der Königspfalz befand sich schon zu karolingischer Zeit eine Festungsanlage. Diese wird heute in Ermangelung des historischen Namens als "König Heinrichs Vogelherd" bezeichnet.

Regieren war zu dieser Zeit nicht an einen einzigen festen Ort gebunden. Die Regierung befand sich jeweils dort, wo sich der König aufhielt. Dieser reiste mit seinem Gefolge von Pfalz zu Pfalz und übte dort seine Regierungstätigkeit aus. Rund um den Harz gab es daher eine Reihe weiterer Königspfalzen. Im Jahre 1059 besuchte letztmalig ein deutscher König die Pfalz in Pöhlde.

Direkt neben der Königspfalz stand ein bedeutendes Kloster des Benediktinerordens. Beide Gebäudeanlagen waren damals miteinander verbunden - ebenso wie kirchliche und weltliche Macht.

Während umfangreicher Grabungen auf dem einstigen Pfalzgelände in der Zeit von 1964 bis 1974 konnten diverse Grundmauern freigelegt und eine Vielzahl zeitgenössischer Fundstücke gesichert werden. Dadurch gibt es heute ein recht genaues Bild von Anzahl, Größe und Bedeutung der damaligen Gebäude.

 


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Weitere Informationen:
Pöhlde | Das Kloster Pöhlde | "König Heinrichs Vogelherd"

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