Der Bahnhof von Buntenbock

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Im Wald etwa zwei Kilometer südöstlich von Buntenbock gibt es einen Ort, welcher auch "Buntenbocker Bahnhof" genannt wird. Da Buntenbock nie über einen Bahnanschluß verfügte, ist diese Bezeichnung für den Uneingeweihten recht kurios.

Um den Grund für diese merkwürdige Namensgebung zu verstehen, ist ein Blick zurück rund 100 Jahre in die Vergangenheit notwendig. In den Jahren zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es tatsächlich Überlegungen, eine rund 20 Kilometer lange Eisenbahnstrecke von Osterode nach Clausthal zu bauen, welche auch in der Nähe des Ortes Buntenbock vorbeigeführt hätte. Die Planungen für die notwendigen drei Tunnel, neun großen Talbrücken und elf Unter- bzw. Überführungen auf dieser Strecke waren bereits abgeschlossen und entlang der zukünftigen Bahntrasse eine Schneise in den Wald geschlagen worden, als der erste Weltkrieg ausbrach. Damit geriet das Vorhaben ins Stocken und wurde nach dem Ende des Krieges völlig aufgegeben, da die Menschen zu dieser Zeit bekanntlich ganz andere Sorgen, dafür aber überhaupt kein Geld für solche ehrgeizigen Projekte hatten.

Geblieben ist lediglich der Name "Buntenbocker Bahnhof" für den Ort im Wald, an dem einstmals Eisenbahnzüge halten sollten. Seit einigen Jahren steht an diesem Platz eine vom Harzklub aufgestellte Schutzhütte, so daß sich Wanderer am "Bahnhof" unterstellen können, falls es einmal regnen sollte...

 


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Weitere Informationen:
Buntenbock | Wandern im Harz

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