Der Bielstein

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Felsspalt im Bielstein
Ein typischer Felsspalt im Bielstein.
Der Bielstein ist ein weitestgehend bewaldeter Berg aus Kalkstein am südwestlichen Ortsrand von Rübeland. Sein relativ flacher Gipfel erhebt sich 476,3 Meter über den Meeresspiegel. Der Berg fällt nach Norden und Westen deutlich zum Bodetal hin ab, welches er um rund 100 Meter überragt. Im Südosten verschmilzt der Bielstein mit den angrenzenden Bergen.

Der Name geht auf den germanischen Waldgott Biel zurück, welcher möglicherweise in vor- und/oder frühgeschichtlicher Zeit auf dem Berg verehrt wurde. Belegbare Hinweise auf eine heidnische Kultstätte auf dem Bielstein gibt es zwar nicht, die Sage berichtet aber, daß man beim Abtragen des Grases auf dem Berg die Reste der Mauern des Bielstempels sehen könnte.

Am Osthang steht auf einer Felsklippe die Ruine der Burg Birkenfeld. Vom Glockenhaus am Nordosthang des Bielsteins hat man einen schönen Blick auf den Höhlenort.

Höhlen sind auch im Bielstein zahlreich vorhanden. Als Ursache gilt eine Verkarstung des durch die bei der Gebirgsbildung wirkenden Kräfte mit unzähligen Rissen durchzogenen Gesteins. Das Wasser löste im Verlauf der Jahrtausende einen Teil des Kalksteins auf, wodurch eine Vielzahl an größeren Hohlräumen entstand.

Einstmals befand sich im Inneren des Bielsteins eine beliebte Schauhöhle. Diese Becker-Biels-Höhle genannte Tropfsteinhöhle wurde im Jahre 1672 entdeckt und ab 1788 für den Publikumsverkehr ausgebaut. Nach Entdeckung der Hermannshöhle lies das Interesse an dieser Höhle nach und der Schaubetrieb wurde eingestellt.

Ein weiterer großer Hohlraum im Bielstein ist die im Jahre 1953 entdeckte "Kameruner Höhle". Diese trägt heute die Bezeichnung Schmiedeknechthöhle. Im Inneren dieser nicht öffentlich zugänglichen Höhle steht einer der größten bekannten Tropfsteine.

Hinzu kommen noch verschiedene andere kleinere Höhlen im Bielstein. Forscher vermuten, daß viele der Hohlräume in diesem Berg miteinander in Verbindung stehen.

Am Berghang kann der aufmerksame Beobachter selbst die eine oder andere Spalte im Gestein entdecken. An verschiedenen Stellen gibt es gut sichtbare Öffnungen im Berg. Vielleicht befindet sich hinter einer von diesen sogar eine noch unerforschte Höhle?

 


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Weitere Informationen:
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