Das Kulturdenkmal "Hayner Linde"

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Das Kulturdenkmal Hayner Linde
Die Hayner Linde bei Appenrode ist der letzte sichtbare Überrest der wüsten Siedlung Bettlershayn.
Einst befand sich nur mehrere hundert Meter nordöstlich von Appenrode die Siedlung Bettlershayn. Im Jahre 1412 wurde dieses Dorf im Zuge des Fleglerkrieges vollständig zerstört. Die Bewohner flüchteten ins nahe Appenrode. Auch nach dem Ende der Kriegshandlungen bauten sie ihren Heimatort nicht wieder auf.

Die Flegler waren einfache Menschen aus dem Volk, welche sich gegen die Obrigkeit auflehnten. Ihre wichtigste Waffe war der Dreschflegel. Friedrich von Heldrungen gelang es, die Flegler für seine Zwecke zu benutzen. So kämpften sie bald für einen Adligen gegen andere Adlige. Dabei wurden weite Landstriche im Südharzer Raum verwüstet. Der Volksaufstand, welcher begonnen wurde, um die Leiden der unterprivilegierten Massen zu lindern, brachte für diese somit noch mehr Elend und Not mit sich.

Vom niedergebrannten Ort Bettlershayn sind heute keine Überreste mehr zu erkennen - bis auf die Dorflinde, unter welcher einstmals auch die Gerichtstage stattfanden. Der Baum wird in unseren Tagen "Hayner Linde" genannt und weist inzwischen ein Alter von etwa 800 Jahren auf. Er steht rund 700 Meter vom östlichen Ortsrand von Appenrode entfernt nahe des Fuhrbachs am Fuße des Möncheberges.

Unter der Hayner Linde befinden sich mehrere Bänke. Der Baum erhebt sich als markantes Einzelobjekt unweit einer kleineren Baumgruppe am Rande einer Weidefläche. Seit geraumer Zeit steht die uralte Linde unter Denkmalschutz. Für Wanderer stellt die einstige Gerichtslinde von Bettlershayn ein interessantes Ziel sowie einen guten Platz für eine kleine Pause dar.

 


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Weitere Informationen:
Appenrode

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