Der Hundewald

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Hunde vollbringen in Gesellschaft des Menschen eine hohe Anpassungsleistung. Im Umfeld der Zweibeiner wird ihr natürliches Verhalten vielfach unterdrückt. Die Tiere wollen eigentlich rennen, toben und spielen - in der Praxis müssen sie aber außerhalb des Wohnbereiches im allgemeinen brav an der Leine laufen. Dieser Leinenzwang in der Öffentlichkeit dient vorwiegend dem Schutz anderer Tiere und Menschen vor den Hunden, aber je nach örtlicher Situation auch zur Sicherheit des Hundes selbst. Eine Begegnung mit stärkeren Artgenossen oder bestimmten Wildtieren kann auch für den Hund gefährlich sein. Doch auch das Weglaufen und anschließende Verirren des Tieres in unwegsamem Gelände birgt für dieses ein großes Risiko.

Einen Kompromiß zwischen Freiheit und dem Laufen an der Leine stellt der Besuch in einem geschützten Areal wie z.B. in einem Hundewald dar. Dort können die Tiere auf einem umzäunten und entwildeten Gelände frei herumlaufen. Sie stören dabei keine Wildtiere und können auch sich selbst nicht in Gefahr bringen.

Im Harz gibt es bei Wildemann zwei dieser Hundewälder. Der erste Harzer Hundewald wurde im Jahre 2009 eröffnet. Er befindet sich südlich der ehemals Freien Bergstadt im Schwarzewald auf dem Gebiet eines früheren Steinbruchs unweit eines durch diese Tätigkeit entstandenen kleinen Sees.

Der Hundewald ist zu jeder Tages- und Nachtzeit unentgeltlich betretbar. An diesem Ort kann der Hund auf einer Fläche von etwa einem halben Hektar ein für ihn oftmals nur seltenes Gefühl von Freiheit erleben. Trotzdem gelten auch im Hundewald die üblichen Verhaltensvorgaben im Umgang mit anderen Hunden. Grundsätzlich haften auch hier die Halter für ihre Hunde.

Den Hundewald im Schwarzewald erreichen Sie gut vom Parkplatz am Harzklub-Wanderheim an der Landstraße hinter dem Ortsausgang von Wildemann in Richtung Clausthal-Zellerfeld. Die Gehzeit bis zum Hundewald beträgt von dort etwa 5 bis 10 Minuten auf nicht immer ganz bequemen Wegen.

Im Jahre 2012 eröffnete im Spiegeltal am Spiegeltaler Zechenhaus unterhalb des Unteren Spiegeltaler Teiches ein zweiter Hundewald. Es handelt sie hierbei ebenfalls um ein von hohen Zäunen umgebenes Areal. Dieses ist mit ca. 1000 Quadratmetern deutlich kleiner als der im Schwarzewald gelegene Hundewald. Dafür bietet der Spiegeltaler Hundewald aber die Möglichkeit, mit dem Auto bis direkt an das Gelände heranzufahren. Außerdem befindet sich gleich nebenan eine Gaststätte, in welcher Sie einkehren und sanitäre Anlagen benutzen können.

Ein Besuch im Hundewald ist eine gute Gelegenheit, dem Vierbeiner in geschützter und dennoch natürlicher Umgebung den notwendigen Freilauf zu geben. Da die ehemals Freie Bergstadt Wildemann über zwei dieser recht seltenen Orte verfügt, stellt sie ein interessantes Ziel für Urlauber mit Hund dar. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Hundewaldes.

 


Weitere Informationen:
Wildemann | Die Webseite des Hundewaldes

In der näheren Umgebung befinden sich:
Der 19-Lachter-Stollen | Der Untere Spiegeltaler Teich | Der Schweinebraten | Die Innerste | Relikte der Innerstetalbahn

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