Der Hirschler Teich

Der Hirschler Teich bei Clausthal-Zellerfeld im Harz  
Blick vom südwestlichen Ufer über den nicht ganz vollständig gefüllten Hirschler Teich  
Der Hirschler Teich befindet sich im Südosten von Clausthal-Zellerfeld. Er ist der am höchsten gelegene, größte und somit einstmals wichtigste Bergbauteich der Clausthaler Hochfläche. Der Teichdamm wurde im Jahre 1660 erbaut und in der Folgezeit mehrmals erhöht. Heute mißt er in der Höhe rund 11,50 Meter und in der Länge etwa 380 Meter.

Ursprünglich diente der Hirschler Teich der Speicherung von "Kraftwasser" für den Antrieb der Wasserräder der besonders ergiebigen, aber auch sehr hoch gelegenen Erzgruben "Dorothea" und "Caroline". Darum wurden vielfältige Anstrengungen unternommen, in den Teich soviel Wasser wie möglich einzuleiten. Aus teilweise sehr großer Entfernung floß das Wasser vorwiegend über das bis in das Brockengebiet hineinreichende Dammgrabensystem sowie aus dem etwa einen Kilometer weiter östlich gelegenen Jägersbleeker Teich über den Hutthaler Graben und den Hutthaler Wasserlauf letztendlich in den Hirschler Teich. Weitere Gräben sorgten darüber hinaus für zusätzliche Wasserzuführungen. In der Trockenzeit der Jahre 1766/67 reichten dennoch alle diese mit großem Aufwand verbundenen Bemühungen zur Wassereinleitung nicht aus und der Hirschler Teich entleerte sich vollständig. Dies sorgte für eine zeitweilige Krise des Bergbaus im Oberharz.

Bei vollem Wasserstand ist der Hirschler Teich etwa 390 Meter lang und 410 Meter breit. Sein Wasserspiegel liegt dann auf einer Höhe von rund 588 Meter über dem Meer. Er besitzt ein maximales Fassungsvermögen von etwa 700.000 m³ Wasser. Der Hirschler Teich wird heute als Trinkwasserspeicher für die Stadt Clausthal-Zellerfeld genutzt. Daher gilt der Einzugsbereich des Teiches als Trinkwasserschutzgebiet und im Teich ein generelles Badeverbot, welches auch alle anderen ähnlichen Freizeitaktivitäten mit einschließt.

Der Hirschler Teich gehört als ehemaliger Bergbauteich zum Kulturdenkmal "Oberharzer Wasserregal" steht somit unter Denkmalschutz.

Weitere Informationen:
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