Allrode

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Die Petruskirche in Allrode
Die Petruskirche in Allrode
Der von etwas mehr als 600 Menschen bewohnte Ort Allrode befindet sich auf einer Hochebene im westlichen Unterharz. Er liegt am Oberlauf der Luppbode und wird von ausgedehnten Wald- und Wiesenflächen umgeben.

Allrode ist heute ein beliebter Erholungs- und Luftkurort. Es gibt hier mehrere größere Hotels sowie zahlreiche Pensionen und Ferienwohnungen. Das Heilklima des Ortes kann u.a. bei Atemwegs- sowie Herz- und Kreislaufbeschwerden Linderung verschaffen.

Allrode verfügt über eine gute touristische Infrastruktur und weist trotz einer guten Verkehrsanbindung eine sehr ruhige Lage auf. Diverse, relativ wenig befahrene Nebenstraßen verbinden die Siedlung mit den umliegenden Orten.

Das Gebiet des heutigen Ortes wurde wahrscheinlich schon in der Jungsteinzeit besiedelt. Zahlreiche Funde von steinernen Werkzeugen und Waffen aus jener fernen Epoche bezeugen die frühe Anwesenheit von Menschen.

Im 10. Jahrhundert siedelten Köhler in diesem damals zum Bistum Halberstadt gehörenden Gebiet. Diese Männer rodeten den Wald, um ihre Meiler zu bestücken. Die dadurch entstandenen freien Flächen ermöglichten es nachfolgenden Siedlern, eine landwirtschaftliche Tätigkeit aufzunehmen. Seine erste urkundliche Erwähnung fand der heutige Ort im Jahre 961 in einem Schriftstück des Kaisers Otto I..

Allrode durchlebte in seiner mehr als 1000jährigen wechselvollen Geschichte zahlreiche Höhen und Tiefen. Einschneidende Ereignisse stellten mehrere Pestepidemien dar sowie die erheblichen Zerstörungen während des Bauernkrieges und des 30jährigen Krieges.

Von 1599 bis 1945 gehörte Allrode zur Grafschaft Blankenburg (bzw. ab 1815 zum Landkreis Blankenburg) und war damit braunschweigisches Gebiet. Eine Ausnahme bildete lediglich das kurzlebige Königreich Westphalen während der Ära der französischen Fremdherrschaft unter Napoleon.

Im Jahre 1836 fiel der größte Teil des Dorfes einem verheerenden Großfeuer zum Opfer. Auch die nach dem Ende des 30jährigen Krieges im Jahre 1650 neu errichtete Dorfkirche wurde dabei ein Raub der Flammen. In der Folge entschloß man sich, den Ort neu zu strukturieren.

Das neue Zentrum der Siedlung sollte auf dem höher gelegenen Areal eines ehemaligen Rittergutes angelegt werden. Dort entstand im Zeitraum von 1847 bis 1851 auch ein neues Gotteshaus in Stil der Neoromanik. Als Baumaterial für die Kirche des Ortes fand Grauwacke Verwendung. Das für rund anderhalb Jahrhunderte namenlose Bauwerk erhielt im Jahre 2008 den Namen "Petruskirche". In unseren Tagen dient das Gotteshaus neben religiösen auch kulturellen Zwecken.

Mehr Wissenswertes über den Ort und seine Vergangenheit können Sie in der Allröder Heimatstube in Erfahrung bringen. Diese befindet sich in einem Gebäude am Kirchplatz in unmittelbarer Nachbarschaft der Petruskirche und hat täglich außer sonntags am Vormittag geöffnet (von Montag bis Donnerstag zusätzlich auch am Nachmittag).

Eine Sehenswürdigkeit in der Nähe von Allrode ist das Naturdenkmal "Mammutbaum". Es befindet sich etwa zwei Kilometer westlich des Ortes an der Landstraße in Richtung Hasselfelde.

Die abwechslungsreiche Umgebung lädt außerdem zu umfangreichen Wanderungen ein. Nördlich der Siedlung können Sie z.B. das wild-romantische Tal der Luppbode erkunden. Durch Allrode führt darüber hinaus der Bode-Selke-Stieg. Dieser Wanderweg verbindet die Orte Treseburg und Güntersberge und damit auch den Harzer Hexenstieg mit dem Selketal-Stieg.

Weitere attraktive Wanderziele im Umfeld von Allrode sind u.a. die rund 900 Jahre alte hohle Eiche - ein Naturdenkmal im Waldgebiet nordöstlich des Ortes - die 400jährige Schirmbuche am Krugberg sowie das Tiefenbachtal in Richtung Treseburg. In der kalten Jahreszeit eignet sich die Umgebung des Ortes dank ihrer Höhenlage zwischen 450 und 500 Metern über dem Meeresspiegel auch gut für den Wintersport.

 


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Weitere Informationen:
Die Luppbode | Die Zeitalter der Menschheitsgeschichte im mitteleuropäischen Raum | Der 30jährige Krieg | Der Harzer Hexenstieg | Wandern im Harz

In der näheren Umgebung befinden sich:
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