Questenberg

Blick auf Questenberg  
Blick von der Queste auf Questenberg  

Am Südrand des Harzes liegt im Tal des kleinen Flüßchens Nasse der Ort Questenberg. Die heute etwa 300 Einwohner zählende Ortschaft wurde im Jahre 1397 erstmals urkundlich erwähnt. Viele Jahrhunderte weiter zurück in die Vergangenheit reichen aber die ersten Siedlungsspuren im Gebiet um Questenberg. Frühgeschichtliche Funde aus der Umgebung datieren auf die Zeit um ca. 500 vor unserer Zeitrechnung.

Der kleine Ort weist mehrere Besonderheiten auf:
Als uralte Tradition hat sich das Questenfest bis in unsere Tage hinein erhalten. Jedes Jahr am Pfingstmontag wird diese vermutlich auf einen germanischen Sonnenkult zurückgehende Feier zelebriert. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Queste, eine mögliche Variation der germanischen Irminsul, welche ganzjährig auf einem Berg am Ortsrand zu sehen ist.
Ebenfall etwas besonderes stellt die hölzerne und bunt angestrichene Rolandsfigur dar. Dieses Symbol für die eigene Gerichtsbarkeit im Ort ist normalerweise nur größeren Städten vorbehalten. Für einen solch kleinen und relativ unbedeutenden Ort wie Questenberg ist dieses Privileg völlig unüblich.

Sehenswert sind in Questenberg außerdem die zum Teil in Fachwerkbauweise errichtete Kirche “St. Mariä Geburt”, zahlreiche weitere schöne Fachwerkhäuser sowie am Ortsrand die Ruinen der Questenburg.

Alle Wanderer werden von dem sehr interessanten Karstwanderweg zu einer Tour durch die sehenswerte Karstlandschaft eingeladen.

In der näheren Umgebung befinden sich:
Der Bauerngraben | Die Burgruine Questenburg | Roßla | Rotha | Das Wolfsdenkmal

weitere Informationen:
Das Questenfest



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