Entstehung der Höhlen und der Tropfsteine

Stalaktiten  
Wachsen Tropfsteine von der Decke, werden sie als Stalaktiten bezeichnet.  

Die Rübeländer Tropfsteinhöhlen entstanden vor mehreren hunderttausend Jahren. Die Baumannshöhle ist etwa 500.000 Jahre und die Hermannshöhle ca. 400.000 Jahre alt. Für die Auswaschung der Hohlräume sind die Seitenarme der Bode verantwortlich. Ursprünglich lag das Flußbett ca. 40 Meter höher, daher sind die obersten Höhlenräume auch die ältesten.
Die Höhlenbildung ist auch in unseren Tagen noch nicht abgeschlossen, der Höhlenbach der Hermannshöhle arbeitet weiterhin an der Bildung neuer Hohlräume. Dieser Höhlenbach stellt einen Nebenarm der draußen im Tal entlangfließenden Bode dar, sein Niveau entspricht dem der Bode.

Die Tropfsteine entstehen und wachsen bis heute auf folgende Weise: Der Niederschlag (Regen...) nimmt aus der Atmosphäre Kohlendioxid auf, versickert im Boden und nimmt dort organische Säuren auf. Dadurch kann aus dem Kalkstein Kalziumkarbonat (Kalk) im Wasser gelöst werden. Dieser gelöste Kalk verbindet sich mit dem Kohlendioxid zu Kalziumhydrogenkarbonat, welches gut wasserlöslich ist. Beim Erreichen der Höhlendecke tropft diese Lösung durch vorhandene Felsspalten. Beim nun erfolgenden Zutritt von Luft entweicht das Kohlendioxid, das Kalziumhydrogenkarbonat wandelt sich wieder in das schwer wasserlösliche Kalziumkarbonat (Kalk) um. Das Wasser verdunstet, übrig bleibt der Kalk, welcher im Laufe von Jahrtausenden die Tropfsteine bildet.

Es werden verschiedene Formen von Tropfsteinen unterschieden. Ein von der Decke wachsender Tropfstein wird Stalaktit, ein am Boden wachsender Tropfstein Stalagmit genannt. Tropfsteinsäulen, welche vom Boden bis zur Decke reichen, heißen Stalagnat.

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Die Rübeländer Tropfsteinhöhlen | Die Höhlenfestspiele | Öffnungszeiten und Eintrittspreise | Höhlenkarten



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