Der Urwald

Im Brockengebiet bestimmt die Natur die Entwicklung des Waldes  
Der Eingang zum Urwaldstieg an der Brockenstraße  
Einen sehr naturnahen und vom Menschen beinahe unberührten Wald finden Sie im Nationalpark Harz im Brockengebiet. Auf einer Fläche von rund 1000 Hektar wächst hier einer der letzten Urwälder in Mitteleuropa. Der Wald bleibt sich selbst überlassen, was u.a. bedeutet, daß er nicht betreten werden kann und Totholz nicht beseitigt wird. Dieses abgestorbene organische Material dient als willkommener Nährboden für neue Pflanzen.

Ein Urwaldstieg an der Brockenstraße führt etwa 200 Meter weit in dieses geschützte Areal hinein. Dieser Weg soll den Besuchern einen Eindruck von der urwüchsigen Kraft der Natur vermitteln, welche sich hier nach ihren eigenen Gesetzen entwickelt.

Es wächst im Brockengebiet auf diese Weise ein artenreicher Mischwald heran, welcher im Gegensatz zu dem meist künstlich angelegten Fichtenwald in den tieferliegenden Regionen steht. Der naturnahe Wald besitzt ein stabileres Íkosystem als ein Nutzwald mit Fichten-Monokultur, welcher im Harz einst großflächig als Rohstofflieferant für den Bergbau angepflanzt wurde.

Auch dieser typische (Kultur-)Wald erhält aber nach und nach seinen ursprünglichen Mischwaldcharakter zurück. Umfangreiche Baumpflanzungen erfolgen bereits seit geraumer Zeit und sind auch in den nächsten Jahrzehnten vorgesehen. Ein schönes Beispiel für den Wald im Wandel finden Sie z.B. am Quitschenberg.

»»  Lesen Sie hier die Ergebnisse vergangener Umfragen: 
Mai 2012: "Wie wollen Sie bei Ihrem nächsten Ausflug auf den Brocken den Gipfel dieses höchsten Harzberges erreichen?"
Oktober 2012: "Soll es zum Schutz der Natur mehr oder weniger Einschränkungen im Nationalpark Harz geben?"

Weitere Informationen:
Der Brocken | Der Nationalpark Harz | Der Quitschenberg | Der Borkenkäferpfad | Bilder aus dem Urwald | Der Wolf kommt - Hintergründe, Fakten, Perspektiven



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