Der ehemalige Zirkelschacht bei Klostermansfeld

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Die Halde des Zirkelschachtes
Gebäudereste auf dem Areal der Zirkelschachthalde
Der Zirkelschacht war ein Bergwerk im Mansfelder Land, in welchem Kupferschiefer abgebaut wurde. Sein einstiges Betriebsgelände liegt rund zwei Kilometer östlich von Klostermansfeld. Es befindet sich direkt an der Landstraße von Polleben nach Klostermansfeld. Hier gibt es im Umfeld der Bahnstation "Zirkelschacht" der Mansfelder Bergwerksbahn einige wenige Parkmöglichkeiten.

Der Schacht des Kupferbergwerkes wurde in den Jahren 1891 bis 1895 insgesamt 495 Meter in die Tiefe getrieben. Im Zirkelschacht fanden zu seiner Blütezeit bis zu 2000 Bergmänner Arbeit und damit Lohn und Brot. Diese Tätigkeit war nicht ungefährlich und so mancher Arbeiter bezahlte dafür mit seiner Gesundheit oder sogar mit seinem Leben.

Die Schachtanlage erhielt im Jahre 1900 einen Anschluß an die Mansfelder Bergwerksbahn. Das geförderte Erz wurde mit dieser Bahn in die Helbraer Kochhütte transportiert und dort eingeschmolzen. Auch die Arbeiter gelangten mit der Werksbahn an ihren Arbeitsplatz. Der Zirkelschacht war bis zum Jahre 1927 in Betrieb und diente noch bis zum Jahre 1970 als Wetterschacht für benachbarte Bergwerke.

In den Jahren 1891 bis 1927 entstand südlich des Zirkelschachtes eine riesige, bis zu 58 Meter hohe Flachhalde. Diese besitzt ein Volumen von rund 3,5 Millionen Kubikmetern und besteht vorwiegend aus taubem Gestein und einem geringen Anteil nicht verarbeitungswürdiger Armerze. Die Zirkelschachthalde bestimmt das Gesicht der umgebenden Landschaft mit, ohne aber die Dominanz der benachbarten Spitzkegelhalden zu erlangen.

Der untere Bereich der Zirkelschachthalde ist heute zu großen Teilen mit Pionierpflanzen bewachsen. Am Haldenfuß können Sie verschiedene Arten von Laubbäumen sowie Obstgehölzen antreffen. Auf dem Haldengelände selbst wachsen u.a. Hängebirken und diverse Sträucher. Des Weiteren finden Sie hier typische Schwermetallgewächse wie z.B. das Kupferblümchen, welche mit dem hohen Anteil an Kupfer, Blei und Zink im Untergrund zurechtkommen.

In Zukunft könnte das einstige Werksgelände mitsamt der Abraumhalde eine nicht unerhebliche touristische Bedeutung erlangen. Nach der Jahrtausendwende legte man auf dem Gipfel der Zirkelschachthalde einen Aussichtspunkt an. Zu besonderen Gelegenheiten wie z.B. dem Tag der Industriekultur kann die Abraumhalde von jedermann erklommen werden. Von oben haben Sie eine schöne Aussicht auf weite Teile des Mansfelder Landes. Nach vorheriger Anmeldung sind auch zu anderen Zeiten geführte Wanderungen auf das Haldenplateau möglich. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie im Mansfeld-Museum in Hettstedt.

In den Jahren 2013 und 2014 wurde die an das ehemalige Kupferbergwerk angrenzende Bahnstation der Mansfelder Bergwerksbahn umfangreich saniert und erweitert. Die exponierte Höhenlage der Zirkelschachthalde nutzt außerdem eine Telekommunikationsfirma zum Betrieb einer Richtfunkanlage.

 


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Weitere Informationen:
Das Mansfelder Land | Der Bergbau im Mansfelder Land | Die Mansfelder Bergwerksbahn | Der Bahnhof Zirkelschacht | Haldenaufstiege im Mansfelder Land | Das Mansfeld-Museum | Der Tag der Industriekultur | Bilder vom ehemaligen Bergwerk "Zirkelschacht" und der Zirkelschachthalde

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