Der Landschaftspark Degenershausen

Der im Jahre 1993 neu errichtete Obelisk
Der Landschaftspark mit dem im Jahre 1993 neu errichteten Obelisken
Etwas abseits der Hauptstraßen liegt nahe der zur Stadt Falkenstein gehörenden Gemeinde Wieserode der Landschaftspark Degenershausen. Er gehört seit dem Jahre 2010 zu den historischen Gärten und Parkanlagen "Gartenträume" in Sachsen-Anhalt. Der idyllische Park entwickelte sich in der jüngeren Zeit zu einem beliebten Ziel von Besuchern aus nah und fern.

Die Geschichte der malerischen Parkanlage reicht bis ins Jahr 1834 zurück. Damals schenkte der Amtsrat Johann Christian Degener das Gelände seiner Tochter Amalie anläßlich ihrer Hochzeit mit dem Kammerherrn Hans-Constantin von Bodenhausen unter der Bedingung, das Areal "Degenershausen" zu nennen. Bereits im Folgejahr entstanden das Herrenhaus und die Wirtschaftsgebäude des Gutes sowie der angrenzende Gutspark.

Im Jahre 1924 wurde der Gutspark in einen Landschaftspark im englischen Stil umgestaltet und erhielt damit im Wesentlichen sein heutiges Aussehen. Der Übergang zur natürlichen Umgebung erfolgt seither nahtlos und ist vor Ort vom Besucher der Anlage nicht zu erkennen.

Ein etwa 16 Meter hoher Obelisk prägt das Antlitz des ungefähr 12 Hektar großen Parks entscheidend mit. Dieses gußeiserne Monument wurde dem Obelisk in Mägdesprung nachempfunden. In der Parkanlage fanden obendrein seit den 1920er Jahren eine Vielzahl unterschiedlichster einheimischer und exotischer Pflanzen eine neue Heimat.

Während der Zeit der DDR litt der Landschaftspark Degenershausen unter mangelnder Pflege. Im Jahre 1968 mußte sogar der markante Obelisk wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Der Park war durch diese Veränderungen in seinem ursprünglichen Charakter kaum noch wiederzuerkennen.

Erst im Jahre 1991 konnte mit der Restaurierung des Landschaftsparks begonnen werden. In vierjähriger Arbeit wurden nicht nur hunderte Bäume und Sträucher neu gepflanzt, sondern auch die Teiche neu angelegt und der zentrale Obelisk am seinem alten Standort wiedererrichtet. Seither durchqueren den gepflegten Park barrierefreie Wege mit einer Gesamtlänge von etwa 2800 Metern.

Für Menschen, welche Ruhe und Abstand vom Alltag suchen, ist die schöne und oftmals beinahe menschenleere Parkanlage ein idealer Ort. Unzählige idyllische Plätze laden zum Verweilen und Betrachten ein. Der Landschaftspark Degenershausen ist nach wie vor selbst vielen Harzbewohnern kaum bekannt. Dennoch wuchs in der jüngeren Vergangenheit der Zustrom sowohl von Touristen als auch Einheimischen allmählich an.

Besondere kulturelle Angebote und Attraktionen auf dem Parkgelände sind das alljährlich stattfindende Parkfest in Juni, der Musiksommer im August sowie der Tag des offenen Denkmals im September.

Sie erreichen den Landschaftspark Degenershausen über die Landstraße, welche das zwischen Meisdorf und Pansfelde gelegene "Gartenhaus" mit der Siedlung Neuplatendorf verbindet. Der Eintritt in die Parkanlage selbst ist kostenlos, der zugehörige Parkplatz jedoch gebührenpflichtig. Um eine kleine Spende zum Erhalt des Landschaftsparks wird gebeten.

Wer nach der Besichtigung des Parks einfach weiterwandern möchte, kann dies problemlos tun. Rund um Degenershausen warten auf Sie weitläufige Wälder in einem touristisch nur wenig erschlossenen und insgesamt recht dünn besiedelten Gebiet.


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Weitere Informationen:
Bilder aus dem Landschaftspark Degenershausen | Der Mägdesprunger Obelisk | Baustile im Überblick

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