Die Wilhelm-Raabe-Warte

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Die Wilhelm-Raabe-Warte bei Blankenburg
Der Turm auf dem Eichenberg hieß ursprünglich "Kaiserwarte".
Die Wilhelm-Raabe-Warte steht auf dem Gipfel des Eichenberges im Westen der Stadt Blankenburg. Dieser bewaldete Berg erhebt sich bis zu 416 Meter über den Meeresspiegel. Der Turm ist nach dem gesellschaftskritischen Schriftsteller und Maler Wilhelm Raabe benannt.

Der etwa 21 Meter hohe Aussichtsturm wurde im Jahre 1896 im Auftrag des örtlichen Harzklub-Zweigvereins zu Ehren des damaligen Deutschen Kaisers und Königs von Preußen - Wilhelm II. - als "Kaiserwarte" erbaut. Er gehört zu den wenigen heute noch erhaltenen Kaiserwarten.

Der Baubeginn der Blankenburger Kaiserwarte war am 22. März 1896. Schon sechs Monate später konnte das aus massiven Bruchsteinen errichtete Bauwerk am 2. September des selben Jahres der Öffentlichkeit übergeben werden. Von der Aussichtsplattform ergab sich eine schöne Sicht auf die Stadt Blankenburg und das nördliche Harzvorland. Den Namen "Kaiserwarte" behielt der Turm bis zu seiner Umbenennung im Jahre 1950.

In den 1970er Jahren wurde die Wilhelm-Raabe-Warte saniert und unmittelbar nebenan eine Ferienanlage mit Ausflugsgaststätte errichtet. Zu Beginn der 1990er Jahre musste diese Gaststätte schließen. Das Grundstück samt Aussichtsturm wurde 1996 vom Harzklub-Zweigverein Blankenburg gekauft.

Der Aufstieg zum Eichenberg kann von verschiedenen Stellen aus erfolgen. Je nach Startpunkt ist der Wanderweg zum Gipfel mehr oder weniger kurz. Der Weg weist einige steile Streckenabschnitte auf und ist je nach Route zumindest teilweise nicht barrierefrei.

Leider ist der Turm auf dem Eichenberg mit einer massiven Tür verschlossen und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Eine Informationstafel am Fuße des Bauwerks gibt unter anderem bekannt, daß bis zur Aussichtsplattform 106 Stufen zu überwinden wären und man bei guter Sicht - so man denn hoch dürfte - Sichtweiten von 75 Kilometern möglich wären.

Auf der Wilhelm-Raabe-Warte befindet sich eine deutlich sichtbare Antennenkonstruktion. Somit steht der Turm dank dieser funktechnischen Anlage doch nicht völlig ungenutzt da. Den nach dem Aufstieg etwas enttäuschten Wanderer wird dies allerdings wohl nur recht wenig trösten.


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Weitere zu Ehren des Kaisers erbaute Türme im Harz:
Der Kaiserturm auf dem Armeleuteberg bei Wernigerode | Der Steinbergturm (ehemals "Kaiserturm") auf dem Steinberg bei Goslar

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