Die Roseburg

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Die Roseburg bei Rieder
Am Eingang zur Roseburg
Direkt an der Landstraße zwischen Rieder und Ballenstedt steht ein märchenhaft anmutendes Gebäudeensemble. Bereits von der Straße aus sind ein pittoresker Turm, ein Wehrgang und eine lange Mauer mit Zinnen zu erkennen. Diese einzigartige Anlage wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Stil eines beinahe übertrieben klischeehaft wirkenden Historismus unter der Bezeichnung Roseburg errichtet.
Die mittelalterliche Burg
Die Roseburg ruht auf den Fundamenten der mittelalterlichen Rudolphsburg. Diese Festungsanlage wurde im Jahre 963 erstmalig schriftlich erwähnt. Sie wechselte häufig den Besitzer und muß schon in der Zeit des Spätmittelalters zur Ruine verfallen sein. Aus der frühen Neuzeit wurde das Vorhandensein von einigen Mauerresten überliefert.
Errichtung der Roseburg
Im Jahre 1905 kaufte der erfolgreiche Berliner Architekt Bernhard Sehring das historische Gelände mitsamt größerer Ländereien im Umfeld. Dieser welterfahrene Mann wollte hier seinen Lebenstraum verwirklichen und eine Burg ganz nach seinen Vorstellungen erschaffen. Bereits in den Jahren 1907 und 1908 wurde ein großer Teil der eigentlichen Burg vollendet. Zu diesen Bauwerke gehören u.a. der Palas, eine Burgkapelle, ein Torhaus mit Zugbrücke, ein Wartturm und ein Wehrgang. In den folgenden zwei Jahrzehnten entstanden darüber hinaus noch ein Aussichtsturm, weitere diverse Nebengebäude sowie eine umfangreiche Parkanlage. Das gesamte Areal erhielt obendrein eine rund 1600 Meter lange massive und zinnenverzierte Umfassungsmauer.
Wasserachse und Park
Der zentrale Teil der Parkanlage ist die rund 100 Meter lange, terrassenförmig angelegte Wasserachse. Diese fällt nach Norden hin ab und wird von einem weitläufigen Park im englischen Stil sowie Elementen des italienischen Frühbarocks umgeben. In diesem Landschaftspark befinden sich darüber hinaus diverse Statuen und andere kleinere, dem Umfeld entsprechende Kunstwerke.
Der Aussichtsturm
An der südlichen Verlängerung der Wasserachse steht der erwähnte Aussichtsturm, welcher schöne Ausblicke auf das nördliche Harzvorland ermöglicht. Im Untergeschoß verfügt der Turm über eine ursprünglich als Mausoleum geplante Grotte.
Sanierung der Roseburg
Als Besucher der Roseburg können Sie heute ein in der Harzregion beispielloses, von einem visionären Geist erdachtes Ambiente genießen. In den Jahrzehnten zwischen Kriegsende und der Jahrtausendwende hat der Zahn der Zeit an vielen Stellen der Burg sowie der Parkanlagen genagt, was den romantisch-mystischen Eindruck aber nur weiter verstärkt hat.

Nach der Klärung offener Eigentumsfragen konnte ein neuer Besitzer ab dem Jahre 2006 mit den dringend notwendigen Sanierungsarbeiten beginnen. Inzwischen sind alle wesentlichen Bestandteile der Burg- und Parkanlage soweit instand gesetzt, daß sie auch die kommenden Jahrzehnte überstehen und Besucher mit ihrem Anblick erfreuen können.

Gastronomie, Übernachtung und Kultur
Auf dem Gelände der Roseburg befindet sich ein kleines Café. Im Sommer kann man hier bei schönem Wetter auch im Freien sitzen. Der sanierte Georgsturm bietet interessierten Personen eine nicht alltägliche Übernachtungsmöglichkeit auf dem Burggelände. Des Weiteren gibt es auf dem Areal im Jahresverlauf verschiedene kulturelle und volkstümliche Veranstaltungen.
Anfahrt
Die Anfahrt zur Roseburg erfolgt über die eingangs genannte Landstraße. Nahe der ganzjährig geöffneten Burganlage befindet sich ein Parkplatz. Um die in ihrer Art einmalige Festung mit ihrem malerischen Park betreten zu können, müssen Sie zuvor einen kleinen Obolus am Burgtor entrichten. Ein großer Teil der Parkanlage der Roseburg ist nicht barrierefrei.

 


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Weitere Informationen:
Bilder von der Roseburg | Übersicht - Burgen und Burgruinen im Harz

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