Die Altendorfer Kirche

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Altendorfer Kirche in Nordhausen
Die ehemalige Klosterkirche "Beatae Mariae virginis in valle"
Die Altendorfer Kirche "St. Maria im Tale" befindet sich nördlich der Altstadt von Nordhausen außerhalb der Stadtmauern. Sie wurde als dreischiffige Hallenkirche im Stil der Gotik am Standort einer romanischen Kapelle erbaut. Ab dem Ende des 13. Jahrhunderts war sie die Klosterkirche eines Zisterzienser-Nonnenklosters. Nach der Plünderung des Klosters im Bauerkrieg wurde dieses in der Folgezeit aufgegeben.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts begann das nach der heiligen Jungfrau Maria benannte Gotteshaus zu verfallen. Ab 1639 wurde die Altendorfer Kirche teilweise abgetragen, umgebaut und neu wieder aufgebaut. Nach Abschluß aller Bauarbeiten war sie kleiner als vorher. Im Jahre 1697 wurde das Gotteshaus neu eingeweiht.

Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgte eine Erneuerung von Altar und Kanzel. Die Altendorfer Kirche überstand den Zweiten Weltkrieg als einziges der zahlreichen Nordhäuser Gotteshäuser nahezu unbeschadet.

Während der "Friedlichen Revolution" im Herbst 1989 spielte die einstige Klosterkirche eine entscheidende Rolle als erster Treffpunkt des organisierten Widerstandes gegen die Staatsmacht der DDR. Hier erfolgte der konspirative Informationsaustausch innerhalb der sich formierenden Bürgerbewegung im Rahmen von Fürbittgottesdiensten.

Heute finden in der Altendorfer Kirche keine Gottesdienste mehr statt. Das Bauwerk ist für die Öffentlichkeit derzeit nicht zugänglich.

 


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