Der Zwinger

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Glausbau über dem Zwinger von Nordhausen
In diesem Glasbau befindet sich der Zugang zu den Kellergewölben des Zwingers.
Der Zwinger war einst ein massives Bollwerk und wichtiger Bestandteil der Verteidigungsanlagen der Stadt Nordhausen. Er wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut und besaß einen Durchmesser von etwa 20 Metern und bis zu 2,50 Meter dicke Mauern. Der runde Festungsturm sicherte den östlichen Bereich der Stadtmauer durch Geschütze, welche die vorgelagerten Gräben unter Beschuß nehmen konnten.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wies der Zwinger starke Beschädigungen auf. Im Jahre 1840 wurde der oberirdische Teil des Bauwerks abgerissen. Danach war der Zwinger für mehr als anderthalb Jahrhunderte aus dem Stadtbild verschwunden. Erst im Jahre 1993 fand man die unter der Erde verborgenen Gebäudeteile wieder. Im Folgejahr wurde dieses Kellergeschoß durch eine Treppe für Besucher erschlossen. Die unterirdischen Räume können seitdem nach Voranmeldung von jedermann besichtigt werden.

Sie finden die Reste des Zwingers in der Töpferstraße südöstlich des Theaters. Der Standort wird äußerlich durch das auf dem Bild ersichtliche Glasbauwerk kenntlich gemacht. Ein ebenfalls im Bild erkennbarer Metallring in etwa drei Meter Höhe kennzeichnet die einstige Lage und Größe des Festungsbauwerkes. Dennoch fällt es schwer, sich die gewaltigen Ausmaße des spätmittelalterlichen Turmes vorzustellen.

Ein vergleichbares Bollwerk, welches bis in unsere Zeit unversehrt erhalten blieb, ist der Zwinger in Goslar. Auch er diente einst der Stadtverteidigung und hat eine ähnliche Größe, wie sie auch das abgetragene Bauwerk in Nordhausen einmal besaß.

 


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Weitere Informationen:
Nordhausen | Der Stadtplan von Nordhausen | Die Stadtmauer von Nordhausen | Bilder von der Nordhäuser Stadtmauer | Aus der Geschichte der Stadt Nordhausen | Der Zwinger in Goslar

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