Die Geschichte der Burg Falkenstein

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Repgow-Gedenkstein vor der Burg Falkenstein  
Gedenkstein für Eike von Repgow - im Hintergrund die Burg Falkenstein  
In der Zeit zwischen den Jahren 1115-1120 erfolgte der Bau der Burg Falkenstein, veranlaßt durch Burchard von der Konradsburg. Dieser war ab dem Jahre 1120 nachweislich Herr des Falkensteins, ab 1155 waren die "Konradsburger" auch Grafen vom Falkenstein.

Im 13. Jahrhundert gab es erste bauliche Veränderungen und Erweiterungen an der Burg. In dieser Zeit entstand hier eines der bedeutendsten deutschen Rechtsbücher des Mittelalters. Der damalige Graf von Falkenstein, Hoyer II., übertrug einem ritterlichen Schöffen namens Eike von Repgow die Übersetzung des "Sachsenspiegels" in die deutsche Sprache. Diesem Thema ist auch eine Abteilung des Burgmuseums gewidmet.

Mit Burchard V., dem letzten Grafen des Falkenstein, erlosch im Jahre 1334 das Geschlecht der Falkensteiner. Zwei Jahre vor seinem Tod schenkte er die Burg dem Hochstift Halberstadt, in dessen Besitz sie etwa ein Jahrhundert lang verblieb.
Der Bischof von Halberstadt verpfändete die Burg Falkenstein im Jahre 1437 an die Herren von der Asseburg. 12 Jahre später wurde dieses Pfand in ein Erblehen umgewandelt.

In den folgenden Jahrhunderten wurde die Burg mehrfach erweitert und im Renaissance-Stil umgebaut, ohne dabei jedoch ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren. So wurde u.a. im Jahre 1592 der Bergfried auf seine heutige Höhe von 33 Meter aufgestockt. Im 18. Jahrhundert begann der Verfall der Burg.

Graf Ludwig I. von der Asseburg-Falkenstein baute im 19. Jahrhundert die Ruine wieder auf und machte sie zu seinem Jagd- und Sommersitz. Zu dieser Zeit wurde die Burg auch erstmals für Besucher zugänglich gemacht.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde im Jahre 1946 die Burg Falkenstein zum Museum. Heute gehört sie zu den beliebtesten Ausflugszielen im Ostharz.

 


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Weitere Informationen:
Die Burg Falkenstein | Bilder von der Burg Falkenstein

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