Die historische Entwicklung der Spur TT

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Die Entwicklung der Spur TT begann zu Beginn der 1940er Jahre durch den Amerikaner Harold L. Joyce. Erste Modelle kamen im Jahre 1946 auf den Markt. Herr Joyce nannte die Spur "Table Top", da eine solche Anlage auf einer Tischplatte Platz haben sollte. Er wählte den Maßstab 1:120, weil sich die Umrechnungszahl (für Amerikaner) gut merken läßt: Zehn Fuß in der Natur entsprechen einem Zoll im Modell. Seine Firma Harold Precision Products Inc. war die erste, welche Modelleisenbahnen der Spur TT anbot.

In West-Deutschland folgte im Jahre 1950 die Firma Rokal. Sie produzierte etwa zwei Jahrzehnte lang TT-Modelle, die wegen des im Vergleich zu H0 geringeren Platzbedarfs schnell viele Freunde fand. Nach dem Aufkauf von "Rokal" in den 1970er Jahren wurde die TT-Produktion eingestellt. Im Westen Deutschlands spielt die Spur TT seitdem nur noch eine untergeordnete Rolle. Sie wich aus den westdeutschen Wohnzimmern zu Gunsten der immer beliebter werdenden Spur N.

Seit dem Jahr 1958 gab es in Ostdeutschland mit der Firma "Berliner TT-Bahnen" ebenfalls einen Hersteller für TT-Modelle. In der genannten Region hatte dieser Produzent einen Marktanteil von fast 50 Prozent. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde "Berliner TT-Bahnen" von einem anderen Modellbahnhersteller gekauft. Die daraus hervorgegangene Firma "Tillig" produziert heute weiterhin Modelleisenbahnen in der Spur TT.

Nach wie vor ist die Spur TT im Osten Deutschlands sehr beliebt und weit verbreitet. Auch in den anderen osteuropäischen Staaten gibt es zahlreiche Modelleisenbahner, welche eine TT-Anlage besitzen. Neben der Firma Tillig als Großhersteller werden Modelle in TT noch von mehreren weiteren Firmen in Deutschland und Österreich in Kleinserien hergestellt.

 


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Weitere Informationen:
Hintergrundinformationen zu Eisenbahnen und Modellbahnen (nicht nur) im Harz | Übersicht über die Spurweiten der Modelleisenbahnen in Deutschland | Die Modelleisenbahnausstellung in Wiehe

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