Der Hirschzungen-Erdfall im Hainholz

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Der Hirschzungen-Erdfall

Am Rundwanderweg durch das Hainholz liegt der geologisch noch sehr junge Hirschzungen-Erdfall. Er besitzt steil abfallende und zum Teil überhängende Wände. Sein Alter wird auf etwa 500 Jahre geschätzt. Der Einsturz der darunter liegenden Karsthöhle erfolgte also in historischer Zeit. Dennoch sind zu diesem Ereignis keine Überlieferungen vorhanden. Vermutlich entstand dieser Erdfall im Spätmittelalter, als die Gegend rund um das Hainholz recht menschenleer und das naheliegende Düna eine entvölkerte Wüstung war.

Der Name des Erdfalls leitet sich von der hier wachsenden seltenen und unter Naturschutz stehenden Hirschzunge ab. Es handelt sich hierbei um ein Farngewächs, welches schattige und feuchte Steilhänge auf Kalk- oder Gipsboden benötigt. Diese Bedingungen werden in dem rund 10 Meter tiefen Erdfall gut erfüllt, auf dessen Boden Sie zahlreiche Exemplare dieser Art sehen. Der Hirschzungen-Erdfall im Hainholz gehört zu den wenigen Standorten der Hirschzunge in der Harzregion.

 


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Weitere Informationen:
Das Naturschutzgebiet Hainholz | Bilder aus dem Naturschutzgebiet Hainholz

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