Mehringen

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Mehringen - Kirche
Blick zur St.-Stephani-Kirche in Mehringen
Der von etwas mehr als 1000 Menschen bewohnte Ort Mehringen befindet sich am Ufer der Wipper im nordöstlichen Harzvorland und ungefähr fünf Kilometer südöstlich von Aschersleben. Das Gelände stellt ein uraltes Siedlungsgebiet dar. Grabungsfunde weisen darauf hin, daß im Gebiet rund um Mehringen bereits in vorgeschichtlicher Zeit Menschen lebten.

Die Gründung des heutigen Ortes datiert vermutlich Ende des 6. Jahrhunderts. Mehringen gehörte in fränkischer Zeit zum Schwabengau und war später für lange Zeit Teil des Herzogtums Anhalt.

Die erste der Nachwelt erhaltene schriftliche Erwähnung des Ortes stammt dagegen - vergleichsweise spät - aus dem Jahre 1086. Mehringen wurde seinerzeit unter der Bezeichnung "Merynge" in einer Urkunde des Halberstädter Bischofs im Zusammenhang mit Schenkungen an das Kloster Ilsenburg genannt.

Für die Geschicke Mehringens war die Errichtung eines Klosters für Zisterzienser-Nonnen im 13. Jahrhundert von großer Bedeutung. Vom Wohlstand dieses Klosters profitierte auch der Ort erheblich mit. Während des Bauernkrieges erfolgte die Zerstörung und anschließend die Auflösung des Nonnenklosters. Verheerend wirkten sich auch die Ereignisse des 30jährigen Krieges auf das Dorf aus.

Ab dem 18. Jahrhundert siedelten sich diverse Gewerbebetriebe wie z.B. eine Walkmühle und eine Papiermühle in Mehringen an. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt der Ort außerdem einen Anschluß an die Eisenbahnlinie von Halle/Saale nach Halberstadt.

Ein markantes Bauwerk im Ortszentrum ist die in der jüngeren Vergangenheit umfangreich sanierte St.-Stephani-Kirche. Sie wurde zum Teil aus Bruchsteinen am Standort eines mittelalterlichen Vorgängerbaues aus dem 13. Jahrhundert errichtet. An dem Gebäude, welches in unseren Tagen auch für kulturelle Zwecke genutzt wird, sind verschiedene Bauabschnitte erkennbar.

Neben der genannten Eisenbahnverbindung verfügt Mehringen mit der ehemaligen B6 über einen guten Straßenanschluß zu den benachbarten Siedlungen, vor allem aber zur nahen Stadt Aschersleben. Aus diesem Grund eignet sich der Ort auch gut als Ausgangspunkt für Ausflüge in das nördliche und östliche Harzvorland sowie in den Unterharz.

 


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Weitere Informationen:
Das ehemalige Zisterzienserinnen-Kloster in Mehringen | Die Wipper | Der 30jährige Krieg

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