Die Marthahöhle

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Die Marthahöhle ist eine Gipskarsthöhle im Hainholz in einem unzugänglichen Bereich des Naturschutzgebietes. Der Höhleneingang dieser nach der Jettenhöhle zweitgrößten Höhle des Hainholzes entstand durch den Einsturz eines großen unterirdischen Hohlraumes im Karstgestein. Dieser Zugang befindet sich an der steilen Abbruchkante eines teilweise mit Wasser gefüllten Erdfalles.

Ein Höhlensee in der Marthahöhle steht mit diesem Erdfallsee in Verbindung. Das Höhleninnere jenseits des Eingangsbereiches ist meist überflutet. Dieser Umstand erschwert den Forschern eine weitere Erkundung dieses Höhlensystems unter dem Bollerkopf.

Die Höhle war in der Vergangenheit bei den Einheimischen auch unter der Bezeichnung "Diebshöhle" bekannt, was Rückschlüsse auf deren einstige Verwendung erlaubt. Ihren heutigen Namen verdankt die Marthahöhle dem Harzer Heimat- und Höhlenforscher Dr. Ing. Friedrich Stolberg. Dieser hatte in den 1920er und 1930er Jahren einen erheblichen Anteil an der Erforschung der Karsthöhle. Friedrich Stolberg benannte die Höhle nach seiner damaligen Freundin Martha Bruttel.

Ein Betreten der Marthahöhle ist nicht möglich. In diesen Teil des Naturschutzgebietes führt kein Weg hinein. Die Marthahöhle stellt in unseren Tagen obendrein ein wichtiges Refugium für Fledermäuse dar. Auch aus diesem Grund ist der Besuch der Höhle tabu.

 


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Weitere Informationen:
Das Naturschutzgebiet Hainholz | Bilder aus dem Naturschutzgebiet Hainholz | Die Jettenhöhle | Übersicht über die Höhlen im Harz

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