Streckenverlauf und Bahnhöfe der Selketalbahn

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Das Streckennetz der Selketalbahn weist gegenüber den anderen Schmalspurbahnen im Harz einige kleine Besonderheiten auf. Obwohl Anfangs- und Endbahnhof nur 53 Kilometer Gleisstrecke voneinander entfernt liegen, ist der Schienenstrang insgesamt über 61 Kilometer lang. Die Selketalbahn ist die einzige der Harzer Schmalspurbahnen mit Abzweigungen von der Hauptroute. Vom Hauptschienenstrang führt ab Alexisbad ein Nebengleis nach Harzgerode und in Stiege eines nach Hasselfelde.

Die Selketalbahn ist darüber hinaus die älteste Schmalspurbahn im Harz. Den derzeitigen Streckenverlauf gibt es jedoch erst seit dem Jahre 2006. Damals wurde der etwa neun Kilometer lange Abschnitt zwischen Quedlinburg und Gernrode dem Verkehr übergeben.

Mit dieser Erweiterung erhielt die Selketalbahn auch drei neue Bahnhöfe, womit deren Anzahl auf 21 anwuchs. Neun dieser Stationen sind Bedarfshaltestellen, an welchen die Bahn nur auf Verlangen hält. Den Bahnhof Eisfelder Talmühle teilt sich die Selketalbahn mit der Harzquerbahn. Damit stellt dieser Bahnhof ein wichtiges Bindeglied zwischen den drei Schmalspurbahnen im Harz dar.

Der Bahnhof in Quedlinburg ist mit einer Höhe von 121 Metern über dem Meeresspiegel der tiefstgelegene auf dem gesamten Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen. Zwischen Quedlinburg und der höchstgelegenen Bahnstation der Selketalbahn, dem Haltepunkt Birkenmoor, beträgt der Höhenunterschied 399 Meter. Die Steigungen sind dabei sehr ungleichmäßig verteilt. Auf der Hochebene des Unterharzes gibt es zwischen den Bahnhöfen nur relativ geringe Höhenunterschiede.

Die Selketalbahn erschließt mit dem Unterharz eine vergleichsweise dünn besiedelte Gegend. Dies macht sich nicht nur in den Fahrgastzahlen, sondern auch in der Ausstattung der einzelnen Bahnstationen bemerkbar. Die wichtigsten Bahnhöfe sind weitestgehend barrierefrei, verfügen über ein zweites oder sogar drittes Gleis und haben befestigte Bahnsteige mit Beleuchtung sowie diversen Sitzmöglichkeiten. Einige abgelegene Haltepunkte - besonders innerhalb größerer Waldgebiete - sind dagegen durch kaum mehr als die Beschilderung vom Rest der Strecke unterscheidbar.

Streckenkilometer Höhe über dem Meeresspiegel Name des Bahnhofes Besonderheiten
0,2 121 Meter Bahnhof Quedlinburg Anfangs- bzw. Endbahnhof der Selketalbahn; tiefstgelegener Bahnhof im gesamten Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen; Umstieg auf normalspurige Bahnlinie in Richtung Thale bzw. Halberstadt möglich
4,8 152 Meter Quedlinburg-Quarmbeck Bedarfshalt, Züge halten nur auf Verlangen
7,3 188 Meter Bad Suderode repräsentatives, heute anderweitig genutztes Bahnhofsgebäude aus der Normalspur-Ära
8,9 (alt: 0,0) 204 Meter Gernrode ursprünglicher Beginn der Selketalbahn, Eisenbahnmuseum
10,4 (alt: 1,4) 211 Meter Osterteich Bedarfshalt, Züge halten nur auf Verlangen
14,6 (alt: 5,7) 381 Meter Sternhaus-Haferfeld Bedarfshalt, Züge halten nur auf Verlangen
15,8 (alt: 6,9) 413 Meter Sternhaus-Ramberg Bedarfshalt, Züge halten nur auf Verlangen
19,1 (alt: 10,2) 295 Meter Mägdesprung  
20,5 (alt: 11,6) 298 Meter Drahtzug Bedarfshalt, Züge halten nur auf Verlangen
23,5 (alt: 14,5) 325 Meter Alexisbad rund drei Kilometer langer Abzweig nach Harzgerode (Höhe 400 Meter)
26,6 (alt: 17,7) 336 Meter Silberhütte  
30,2 (alt: 21,3) 363 Meter Straßberg-Glasebach Bedarfshalt, Züge halten nur auf Verlangen
30,7 (alt: 21,8) 363 Meter Straßberg  
35,9 (alt: 27,0) 420 Meter Güntersberge  
39,4 (alt: 30,5) 454 Meter Friedrichshöhe Bedarfshalt, Züge halten nur auf Verlangen
40,2 (alt: 31,3) 467 Meter Albrechtshaus Bedarfshalt, Züge halten nur auf Verlangen
44,6 (alt: 35,7) 485 Meter Stiege rund fünf Kilometer langer Abzweig nach Hasselfelde (Höhe 452 Meter)
47,5 (alt: 38,6) 520 Meter Birkenmoor Bedarfshalt, Züge halten nur auf Verlangen; höchstgelegener Bahnhof der Selketalbahn
53,2 (alt: 44,3) 352 Meter Eisfelder Talmühle Umstieg auf die Harzquerbahn möglich


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