Die Questenhöhle

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Die Questenhöhle ist eine Karsthöhle am Rande des Ortes Questenberg. Seit alters her war sie unter dem Namen "Heckersloch" bekannt und schwer zugänglich.

Im Jahre 1922 erfolgte die touristische Erschließung und Umbenennung in "Questenhöhle". Für einige Jahre stellte der vom Wasser geschaffene Hohlraum im Gipsgestein eine bedeutende Attraktion dar. Doch im Jahre 1940 wurde der Höhleneingang durch ein Naturereignis zerstört. Eine große Buche stürzte direkt auf den Zugang zu dem unterirdischen Karstphänomen.

In der Nachkriegsära gab es Versuche, den Höhleneingang wieder instand zu setzen. Das Vorhaben gelang zunächst auch, doch der Zugang verbrach nach kurzer Zeit vollständig. Auch ein um 1960 an anderer Stelle neu angelegter Eingang konnte nicht verhindern, daß die touristische Nutzung der Questenhöhle endgültig aufgegeben werden mußte.

Der neue, für Besucher ungeeignete Höhleneingang wurde verschlossen. Seither ist die Questenhöhle nur noch für Forscher zugänglich. Durch aktive Vorgänge im Karstgestein ändern sich die Gegebenheiten im Inneren der Höhle stetig. Dadurch besteht die große Gefahr von weiteren Verbrüchen. Aus diesem Grund gibt es wohl auch für die Zukunft kaum reale Chancen, daß die Questenhöhle jemals wieder zur Besucherhöhle umgestaltet werden kann.

Das Innere der Höhle wird von einem Höhlensee, dem "Questensee" dominiert. Dessen Wasserfläche übertrifft die der Seen in der Heimkehle deutlich. Der See steht möglicherweise mit dem Bauerngraben in Verbindung. Das Gewässer ist ebenso wie große Teile der Questenhöhle selbst noch wenig erforscht. Möglicherweise stellt das Seewasser eine Heimat für noch unbekannte Kleinstlebewesen dar. In der Questenhöhle leben außerdem zahlreiche Fledermäuse.

 


Weitere Informationen:
Questenberg | Der Bauerngraben | Der Karstwanderweg | Übersicht über die Höhlen im Harz | Begriffserklärungen zu Karsterscheinungen

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