Die Burgruine Anhalt

Modell der Burg Anhalt  
Die Burg Anhalt im 13. Jahrhundert ( Modell )  
Auf dem Großen Hausberg - etwa 150 Meter über dem Selketal und rund fünf Kilometer flußabwärts von Mägdesprung - befindet sich die Ruine der Burg Anhalt. Von dieser Burg leitet sich ein Teil des Namens des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt und der Name eines bedeutenden Adelsgeschlechts ab. Sie war im Mittelalter eine der größten Burganlagen im gesamten Harzgebiet.

Die Burg Anhalt wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts von Graf Otto von Ballenstedt errichtet. Nur wenige Jahre später, im Jahre 1140, wurde die Burg Anhalt bereits bei Kämpfen zerstört. Albrecht der Bär ließ sie in der Folgezeit größer und schöner wieder aufbauen. Unter Verwendung des neuen Baumaterials Backstein - hier erstmals im mitteldeutschen Raum eingesetzt - entstand eine der prächtigsten Burgen der damaligen Zeit.

Seit Anfang des 14. Jahrhunderts war die Burg unbewohnt und begann langsam zu verfallen. Zahlreiche Sagen und gruselige Spukgeschichten entstanden, die sich um die Burgruine Anhalt rankten. Sie hatten allesamt einen geheimnisvollen Schatz im Burgbrunnen zum Thema, welcher angeblich von Berggeistern, dem Teufel oder ähnlichen grausamen Gestalten bewacht werden sollte.

Im Jahre 1822 ließ der Herzog Alexius von Anhalt-Bernburg den 84 Meter tiefen Brunnen ausgraben und restaurieren. Ein Schatz wurde dabei aber nicht gefunden. Weitere Restaurierungsarbeiten an der Burgruine erfolgten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Heute kann man u.a. die Ruine des Bergfrieds, Gebäudereste aus gemauertem Backstein, Teile der Burgkapelle und den Ringgraben besichtigen.

Die Burgruine Anhalt können Sie gut von Harzgerode, Mägdesprung oder von der Burg Falkenstein aus erwandern. Mit dem Auto erreichen Sie die Ruine von Mägdesprung aus, indem Sie die Straße durch das Selketal bis zur "Selkemühle" entlangfahren. Dort gibt es einen kleinen Parkplatz, von dem aus es noch etwa zwei Kilometer Fußweg bis zur Burgruine sind.

Weitere Information:
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