Die Wolfswarte

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Wolfswarte bei Altenau
Felsen der Wolfswarte mit Blick auf Altenau
Die Wolfswarte bei Altenau ist ein aus Quarzitgestein bestehender exponierter und waldloser Nebengipfel des Bruchberges im Oberharz. Sie gehört zu den wenigen öffentlich zugänglichen Plätzen des wald- und moorreichen Bruchbergmassivs. Die Felsformation liegt mitten im Kernbereich des Nationalparks, etwas weniger als einen Kilometer nördlich und 10 Höhenmeter unterhalb des höchsten Punktes dieses weitläufigen Höhenzuges.

Die bei Altenau gelegene Wolfswarte ist längst nicht die einzige, wohl aber die mit Abstand bekannteste und bei Wanderern beliebteste Wolfswarte im Harz. Einstmals warteten hier die Jäger auf die mittels Köder angelockten Wölfe, welche seinerzeit als gefährliche Raubtiere galten, vor denen sich die Menschen fürchteten. So wurde der Bestand dieser Wildtiere im Harz immer weiter dezimiert, bis es im gesamten Gebirge keine Wölfe mehr gab.

Im Gegensatz zu anderen derartigen frühneuzeitlichen Jagdeinrichtungen ist die Wolfswarte des Bruchberges in ihrem heutigen Zustand natürlichen Ursprungs. Ob es an diesem Standort in vergangenen Jahrhunderten Aufbauten als Unterstand für die Jäger gab, ist nicht überliefert.

Die Wolfswarte erhebt sich 918 Meter über den Meeresspiegel und ragt damit deutlich über die nördlich und westlich angrenzenden Gebirgsareale hinaus. Dies ermöglicht vor allem in die genannten Richtungen viele schöne Aussichten, u.a. auf die rund vier Kilometer entfernte Stadt Altenau sowie Teile des Okerstausees. Bei gutem Wetter reicht der Blick bis weit in das nördliche Harzvorland hinein. Nach Süden und Südosten wird die Aussicht allerdings recht bald vom sanft ansteigenden und dicht bewaldeten Bruchberg begrenzt.

Der felsige Nebengipfel des Bruchberges ist ein beliebtes Ziel sowohl bei Wanderern als auch bei Fahrradfahrern. Der kürzeste Weg zu den markanten Felsenklippen beginnt an der Landstraße zwischen Torfhaus und Altenau. Rund zwei Kilometer westlich von Torfhaus befindet sich dort ein kleiner Parkplatz. Von diesem aus führt in Richtung Südwesten ein etwas mehr als einen Kilometer langer, teilweise schwierig zu begehender Fußweg. Nach der Überquerung des Clausthaler Flutgrabens gehen Sie diesen stetig ansteigenden, ein Feuchtgebiet durchquerenden Weg entlang. Stellenweise wird dieser von einem kleinen Bächlein überspült, was das Vorankommen nicht einfacher macht. Insgesamt sind auf dieser Strecke rund einhundert Höhenmeter zu überwinden.

Die Mühe des Aufstiegs wird aber schon bald ausreichend mit der erwähnten malerischen Aussicht auf weite Teile des Oberharzes belohnt. Des Weiteren eignet sich die exponierte Felsgruppe ideal als Rastplatz. Bei schönem Wetter werden Sie an diesem Ort allerdings nur selten allein sein.

Der Besuch der Wolfswarte kann sehr gut in eine größere Rundwanderung mit einbezogen werden. Gute Ausgangs- bzw. Endpunkte hierfür sind die Orte Torfhaus und Altenau.

Die Lage der Wolfswarte inmitten der Kernzone des Nationalparks bedingt auch für alle Besucher der Felsklippen ein allgemeines Wegegebot ihrem Umfeld sowie den Zuwegen. Markierte Routen zu verlassen ist nicht nur nicht erlaubt, sondern kann zudem recht gefährlich sein. Rundherum um die Wolfswarte erstrecken sich weitläufige Moorgebiete. Fast das gesamte Bruchberggebiet ist sowohl unwegsam als auch weglos und somit abseits der ausgewiesenen Wanderwege menschenleer.

Eine weitere markante Felsklippe im Bruchberggebiet ist das Naturdenkmal Okerstein. Diese etwas mehr als zwei Kilometer entfernte Felsformation bietet sich nach dem Besuch der Wolfswarte als weiteres Wanderziel an.

 


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Weitere Informationen:
Bilder von der Wolfswarte | Impressionen "Rund um Altenau" | Der Bruchberg

In der näheren Umgebung befinden sich:
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