Der Oderteich

Der Oderteich  
Blick vom Staudamm auf den Oderteich  
Der Oderteich befindet sich im Oberharz nördlich von St. Andreasberg und direkt an der Bundesstraße 242. Er wurde in den Jahren 1715 bis 1722 erbaut und gilt damit als älteste Talsperre in Deutschland. Mit einem Fassungsvermögen von 1.700.000 m³ Wasser war der Oderteich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts außerdem die größte Talsperre Deutschlands.

Der Oderteich verdankt seine Entstehung der regen Bergbautätigkeit im Gebiet von St. Andreasberg. Mit dem angestauten Wasser des Teiches wurden zahlreiche Fahrkünste und andere technische Einrichtungen in den umliegenden Bergwerken angetrieben. Der Inhalt des Oderteiches reichte aus, die Gruben auch bei Trockenheit noch drei Monate lang mit Wasser zu versorgen.

Die mörtellose Staumauer wurde aus behauenen Granitblöcken errichtet und mit Granitsand abgedichtet. Dieser Granitsand ist im Gegensatz zu gewöhnlichem Sand völlig wasserundurchlässig. Der 166 Meter lange und 19 Meter hohe Staudamm erfüllt nun seit fast 300 Jahren in unveränderter Form seine Aufgabe.

Eine gute Möglichkeit, den Oderteich näher kennenzulernen, haben Sie bei einer Wanderung um dieses künstliche Gewässer. Der Rundweg um den Teich hat eine Länge von nur etwa vier Kilometer und ist damit ideal auch für weniger trainierte Wanderer.
Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreisen möchte, kann zum Parken den nahegelegenen großen Parkplatz an der Bundesstraße 242 nutzen.

Weitere Informationen:
Bilder vom Oderteich | Die Oder | Übersicht über die Talsperren im Harz | Erläuterung von Begriffen rund um den Harzer Bergbau | Das Oberharzer Wasserregal | Die Bundesstraße 242 (Klausstraße)

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