Der Hungersee

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Das Gebiet des Hungersees
Das Areal des Hungersees bei Breitungen wird heute landwirtschaftlich genutzt - bis auf ein kleines, im Bild als Grünfläche ersichtliches Gebiet im Zentrum.
"Hungersee" nannte man einstmals eine Bodensenke südwestlich von Breitungen. Am tiefsten Punkt des Tales befindet sich heute ein Feuchtgebiet. In der Vergangenheit bildete sich an dieser Stelle von Zeit zu Zeit ein bis zu 12 Hektar großer See. Das Wasser strömte unterirdisch durch das Karstgestein in den Hungersee.

Stand Wasser in der Senke, konnte die Fläche nicht mehr für landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden. Nahrungsmangel deutete sich an, wodurch das Gewässer seinen sonderbaren Namen erhielt. Überliefert ist auch das Aussetzen von Fischen im Hungersee, welche sich dort gut entwickelt haben sollen.

Das Wasser des Hungersees wurde in der Ära des Bergbaus durch Stollen abgeleitet. Dadurch bildete sich in der Bodensenke nur noch selten ein größeres Gewässer. In den 1950er Jahren wurde das Gebiet durch umfangreiche Drainagearbeiten fast vollständig trockengelegt. Seither wurde der Hungersee nicht wieder gesehen.

 


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Weitere Informationen:
Breitungen | Der Bauerngraben | Der Karstwanderweg

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