|
|
|
|
| Der ausgehöhlte Sandsteinfelsen mit den Resten der Burg Regenstein
|
|
|
|
Auf einem markanten Sandsteinfelsen nördlich von Blankenburg steht die weithin sichtbare Ruine der Burg Regenstein.
Diese ist eine der größten Sehenswürdigkeiten im Umfeld der einstigen Residenzstadt.
Hier finden Sie zahlreiche große künstliche Felshöhlen, welche im Mittelalter erschaffen wurden und alle Kämpfe um die Burg überstanden haben.
Die Burg Regenstein blickt auf eine lange und bewegte, von Legenden umwobene Geschichte zurück.
Sie ist auch der Handlungsort zahlreicher Sagen.
Burg und Bewohner wurden außerdem in mehreren literarischen Werken verewigt.
Wegen seiner exponierten Lage wurde der Regenstein vermutlich bereits in vorchristlicher Zeit von den hier lebenden germanischen Stämmen als Wohn- und/oder "Kultort" genutzt.
Sein Name stammt möglicherweise ebenfalls aus dieser frühen Epoche und könnte vom altsächsischen Begriff "regin" für "Götter" hergeleitet sein.
Die Burganlage auf dem hohen Felssporn fand im Jahre 1169 erstmalig urkundliche Erwähnung.
Wenig später erfolgte ihr Ausbau zur Residenz der Grafen von Regenstein.
Diese hatten oft Auseinandersetzungen mit ihren Nachbarn.
Verschiedene Legenden von Raubgrafen und Raubrittern auf der Burg Regenstein haben sich bis in unsere Tage hinein erhalten.
Im 15. Jahrhundert siedelten die Regensteiner Grafen nach Blankenburg über und residierten nun im Großen Schloß, welches ebenfalls einen hervorgehobenen Standort hoch oberhalb der Wohnhäuser des einfachen Volkes aufweisen konnte.
Die Burg auf dem Felsen außerhalb der Stadt dagegen begann langsam zu verfallen.
Dennoch gab immer wieder Kämpfe um diesen strategisch wichtigen Sandsteinfelsen und den einstigen Grafensitz.
Besonders im Dreißigjährigen Krieg war dieser von allen Kriegsparteien sehr begehrt.
Im Jahre 1670 nahmen die Preußen den Regenstein in Besitz.
Sie bauten in der Folgezeit die Ruine der mittelalterlichen Burg zu einer umfangreichen Bergfestung aus.
Dabei wurde im Laufe der Jahre das gesamte Umfeld in diese Festungsanlage mit einbezogen.
Genutzt hat es am Ende dennoch nicht viel, denn im Siebenjährigen Krieg erkämpften sich die Franzosen den Zugang zur Festung Regenstein.
Nach der Rückeroberung durch die Preußen zerstörten diese die Anlage vollständig, so daß bis auf wenige Mauerreste kein Stein auf dem anderen blieb.
Eine Besonderheit der Burganlage auf dem Regenstein war aber, daß mehrere Dutzend Felsräume aus dem massiven Sandstein herausgearbeitet wurden, welche oftmals miteinander in Verbindung standen.
Diese Felshöhlen erwiesen sich als unzerstörbar und können noch heute bestaunt und besichtigt werden.
Als markante Überreste der gemauerten Burg sind außerdem der Stumpf des Bergfrieds und das machtvolle Eingangsportal erhalten geblieben.
Heute können Sie nach Zahlung eines durchaus angemessenen Eintrittsgeldes die Reste der Burganlage und die in den Sandstein geschlagenen Höhlen ganz individuell besichtigen.
Bei guter Sicht haben Sie vom Gipfel des Felsens einen herrlichen Blick auf das nördliche Harzvorland.
An vielen Tagen in der warmen Jahreszeit fahren vom Parkplatz am Fuße des Regensteins eine Straßeneisenbahn sowie Pferdefuhrwerke in Richtung Burgruine.
Geöffnet ist die Burg von Mai bis Oktober täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr und von November bis April von Mittwoch bis Sonntag von 9 Uhr bis 16 Uhr.
Die Burgruine Regenstein ist seit geraumer Zeit Austragungsort verschiedener mittelalterlicher Spektakel.
Zu Ostern kommen jedes Jahr die Wikinger zu Besuch und an jedem letzten Juliwochende geben sich die Ritter die Ehre.
|