Dichterworte zur Walpurgisnacht

Unzählige Künstler - namhafte wie unbekannte - ließen es sich nicht nehmen, die Walpurgisnacht in ihren Werken zu verewigen. So reimte z.B. einer der größten und bekanntesten deutschen Dichter - Johann Wolfgang von Goethe - in seinem "Faust" folgende Zeilen zur Nacht der Hexen und Teufel:

"Die Hexen zu dem Brocken ziehn
Die Stoppel ist gelb, die Saat ist grün
Dort sammelt sich der große Hauf
Herr Urian sitzt oben auf.
Es schweigt der Wind, es flieht der Stern,
Der trübe Mond verbirgt sich gern.
Das leuchtet, sprüht und stinkt und brennt!
Ein wahres Hexenelement!
Der ganze Strudel strebt nach oben;
Du glaubst zu schieben, und du wirst geschoben."

 
Der populäre humoristische Zeichner und Dichter Wilhelm Busch (Max und Moritz) schmiedete ebenfalls Verse zur Walpurgisnacht. Er wohnte zu Beginn des 20. Jahrhunderts am Rande des Harzes in der Nähe der Stadt Seesen und konnte so die Aktivitäten rund um das zu dieser Zeit immer beliebter werdende Hexenfest hautnah miterleben. Die Walpurgisfeiern inspirierten Wilhelm Busch zu folgenden Zeilen:

"In der ersten Nacht des Maien
Läßts den Hexen keine Ruh;
Sich gesellig zu erfreuen,
Eilen sie dem Brocken zu.
Dorten haben sie ihr Kränzchen.
Man verleumdet, man verführt,
Macht ein lasterhaftes Tänzchen,
und der Teufel präsidiert."

»»  Lesen Sie hier das Ergebnis einer im April 2012 durchgeführten Umfrage zu den Walpurgisfeiern im Harz.

Weitere Informationen:
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