Die Rübeländer Tropfsteinhöhlen

Eingang zur Baumannshöhle  
Blick vom Bielstein zum Eingangsgebäude der Baumannshöhle  
Die beiden Tropfsteinhöhlen Baumannshöhle und Hermannshöhle sind die größten Attraktionen des kleinen Ortes Rübeland an der B27. Im Verlauf von mehreren hunderttausend Jahren haben sich in diesen Höhlen durch Kalkablagerungen zahlreiche und sehr große Tropfsteine gebildet. Die Höhlen beherbergen außerdem interessante und seltene Lebenwesen wie Fledermäuse und Grottenolme. In der Baumannshöhle fand man auch Bärenknochen sowie diverse Gebrauchsgegenstände von Steinzeitmenschen. Der Besuch beider Höhlen ist sehr lohnenswert und beeindruckend.

Die Baumannshöhle ist bereits seit prähistorischer Zeit bekannt. Etwa seit dem Ende des 30jährigen Krieges kann sie im Rahmen von Höhlenführungen besichtigt werden. Der größte Raum (etwa 60 Meter x 40 Meter) ist nach einem der bekanntesten früheren Besucher der Höhle benannt und heißt Goethesaal (Herr von Goethe besuchte die Höhle mehrere Male). Hier gibt es auch einen kleinen Höhlensee und eine Naturbühne, welche regelmäßig genutzt wird.
Die andere bedeutende Rübeländer Tropfsteinhöhle - die Hermannshöhle - wurde erst 1866 entdeckt. Sie ist in ihren Ausmaßen wesentlich größer als die Baumannshöhle. Diese Höhle wird von einem Höhlenbach durchquert, welcher einen unterirdischen Seitenarm der Bode darstellt. Besondere Attraktionen der Hermannshöhle sind u.a. ein künstlich angelegter See mit Grottenolmen, die ''Kristallkammer'' sowie die 8000jährige Säule.

Sowohl die Hermannshöhle als auch die Baumannshöhle können nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Aus Sicherheitsgründen ist eine individuelle Erkundung nicht möglich. Je nach Anzahl der interessierten Besucher beginnt eine neue Führung ungefähr jede halbe Stunde. Der Rundgang durch eine der Höhlen dauert jeweils etwa 50 Minuten.

Beide Tropfsteinhöhlen sind fast das ganze Jahr über geöffnet, wobei die Öffnungszeiten je nach Jahreszeit geringfügig variieren. Beachten Sie bitte, daß keine Tiere in die Höhlen mitgenommen werden dürfen. Ebenso sind jegliche Foto- und Filmaufnahmen nicht erlaubt.
Die Rübeländer Tropfsteinhöhlen sind Naturhöhlen. Daher ist der Boden uneben und nicht geeignet für Rollstuhlfahrer oder Personen, welche schlecht zu Fuß sind.

Es gibt in Rübeland noch weitere Tropfsteinhöhlen, welche aber nicht für Touristen zugänglich sind. Die bedeutendsten davon sind die Bielshöhle und die Schmiedeknechthöhle. Vor rund 200 Jahren war die Bielshöhle ein großer Anziehungspunkt für Besucher. Nach der Entdeckung der Hermannshöhle verlor sie aber ihre Attraktivität und wurde geschlossen. Die Schmiedeknechthöhle wurde erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts entdeckt. Hier befindet sich der größte derzeit bekannte Tropfstein des Harzes mit einem Umfang von etwa 3 Meter und einer Höhe von 3,25 Meter. Eine touristische Erschließung dieser Höhle ist zur Zeit nicht geplant.

Weitere Informationen:
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